Nachrichten aus der Metropole Ruhr

17.01.2018, Metropole Ruhr, Bildung, Politik

Jedes dritte Kind in Tagesbetreuung im Ruhrgebiet hat einen Migrationshintergrund

Düsseldorf/Metropole Ruhr (idr). 150.048 Jungen und Mädchen unter sechs Jahren besuchten im März 2017 ein Angebot der Kindertagesbetreuung in der Metropole Ruhr. Rund ein Drittel der Kinder hatte mindestens einen ausländischen Elternteil. Bei knapp 29 Prozent wurde in der Familie überwiegend nicht Deutsch gesprochen. Das haben die Statistik-Experten des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Grundlage der Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW errechnet.
Die Zahl der unter Sechsjährigen mit Migrationshintergrund in Kindertagesbetreuung hat im Ruhrgebiet seit 2013 um 10,8 Prozent zugenommen, die Zahl der Kinder aus Familien, in denen nicht vorrangig Deutsch gesprochen wird, um 21,8 Prozent. Den höchsten Anteil von Kindern, die in ihren Familien hauptsächlich eine andere Sprache sprechen, war in Gelsenkirchen (41,5 Prozent) und Duisburg (40,3 Prozent) am höchsten, in den Kreisen Wesel (18,6 Prozent) und Ennepe-Ruhr (19,2 Prozent) am niedrigsten.
Infos: www.it.nrw.de

Pressekontakt: IT.NRW, Pressestelle, Telefon: 0211/9449-6660, E-Mail: pressestelle@it.nrw.de; RVR, Ann-Kristin Marx, Telefon: 0201/2069-434, E-Mail: marx@rvr-online.de

17.01.2018, Metropole Ruhr, Verkehr, Vermischtes

Autofahrer in Dortmund können Handy-Parken testen

Dortmund (idr). Dortmund testet das Handy-Parken. Im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts können Autofahrer die Parkgebühren in ausgewählten Gebieten auch per Mobiltelefon zahlen. Die Stadt Dortmund bietet mehreren Betreibern mit ihren unterschiedlichen Konzepten die Möglichkeit, ihre Dienstleistungen rund um das Handy-Parken über eine Betreiberplattform anzubieten. Autofahrer können sich dann unter www.smartparking.de einen Anbieter auswählen, um bargeldlos zu bezahlen.
Voraussetzung fürs Handy-Parken ist ein Smartphone und eine Vignette am Fahrzeug. Der Anbieter erstellt einen virtuellen Parkschein für den Nutzer und informiert die Stadtverwaltung digital über den Parkvorgang.

Pressekontakt: Stadt Dortmund, Heike Thelen, Telefon: 0231/50-25677, E-Mail: hthelen@stadtdo.de

17.01.2018, Metropole Ruhr, NRW, Deutschland, Kulturelles

Grimme-Institut gibt Nominierungen für Fernsehpreis bekannt

Marl (idr). 70 Produktionen und Einzelleistungen sind für den Grimme-Preis 2018 nominiert, darunter neun Produktionen von privaten Anbietern. Sie wurden aus mehr als 900 Vorschlägen in vier Kategorien ausgewählt. Die Preisverleihung findet am 13. April im Theater der Stadt Marl verliehen.
In der Kategorie "Fiktion" sind auch fünf Serien in der Endauswahl. Neben "Babylon Berlin" und "4 Blocks" geht mit "Dark" (Netflix) erstmals eine Serie eines Streaminganbieters ins Rennen. Bei "Information & Kultur" drehen sich viele Beiträge um die Themen Flucht und Migration. Für die besondere journalistische Leistung wählte die Kommission aus insgesamt 35 Einreichungen die Journalistin Isabel Schayani für ihr gesamtes journalistisches Wirken im Jahr 2017, die Redaktionen von "Panorama", "Panorama 3" und "Panorama – Die Reporter" (NDR) für ihre Berichterstattung rund um den G20-Gipfel in Hamburg sowie Claas Meyer-Heuer (Spiegel TV) für seine Recherche im Rahmen der Reportage "Afrikanische Flüchtlinge 2017" für das "Spiegel TV Magazin" (RTL).
Von den insgesamt 20 möglichen Nominierungen im Bereich "Unterhaltung" wurden nur elf vergeben, dazu zählen z.B. "Joko gegen Klaas" und "Kitchen Impossible". In der Kategorie "Kinder & Jugend" attestierte die Kommission dem eingereichten Programm eine wesentlich höhere Qualität als noch im Jahr zuvor. Erneut stark bei den Nominierungen vertreten ist das Angebot von funk, dem Jugendangebot von ARD und ZDF.
Infos: www.grimme-preis.de

Pressekontakt: Grimme-Institut, Lars Gräßer, Telefon: 02365/918924, E-Mail: graesser@grimme-institut.de

17.01.2018, Metropole Ruhr, Kulturelles

Josephine Bode übernimmt in Moers Improviser-Residenz

Moers (idr). Josephine Bode wird neuer "Improviser in Residence" in Moers. Die in Münster geborene Musikerin, Schauspielerin, Tänzerin und Regisseurin übernimmt die Aufgabe von Trompeter John-Dennis Renken. Das Übergabe-Konzert findet am 27. Januar, 20 Uhr, im Kammermusiksaal der Musikschule Moers statt.
Die in Amsterdam lebende Künstlerin, die klassische Blockflöte und Modernes Musiktheater studierte, spielt verschiedene Blockflöten und andere Blasinstrumente. Sie wirkte an zahlreichen Theater- und Tanzproduktionen im Bereich der zeitgenössischen Musik mit. Bei ihren Live-Auftritten setzt sie häufig Elektronik, Theater-Elemente und Visual Art ein. Außerdem nutzt sie neue Grafik- und Laser-Technologien und arbeitet dabei eng mit Software-Entwicklern und Licht-Designern zusammen. Zu ihren aktuellen Projekten gehört die Art-Rock-Band Jerboah, das Trio aXolot und das Rutger Muller Ensemble.
Infos: www.moers-festival.de

Pressekontakt: Moers Festival, Eva Marxen, Telefon: 02841/3673675, E-Mail: eva.marxen@moers-festival.de

17.01.2018, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung

Junges Kolleg NRW nimmt Bochumer Wissenschaftler auf

Bochum/Düsseldorf (idr). Jun.-Prof. Dr. Markus Richter von der Fakultät für Maschinenbau an der Ruhr-Universität Bochum gehört zu den sieben Forschern, die als neue Mitglieder in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen wurden. Die Aufnahme gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen für junge Wissenschaftler in NRW.
Dr. Markus Richter ist seit 2016 Juniorprofessor für experimentelle Stoffdatenforschung in der Thermodynamik. Er studierte und promovierte in Bochum und forschte am National Institute of Standards and Technology in den USA sowie an der University of Western Australia.
In das Junge Kolleg können bis zu 30 herausragende Wissenschaftler aller Fachrichtungen für jeweils vier Jahre berufen werden. Sie erhalten ein jährliches Stipendium in Höhe von 10.000 Euro.
Infos: www.awk.nrw.de

Pressekontakt: Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, Esther Polito, Telefon: 0211/6173436, E-Mail: presse@awk.nrw.de

17.01.2018, Metropole Ruhr, Kulturelles, Städtebau

Gerecht, sozial, bezahlbar - M:AI zeigt Ausstellung zum Wohnen

Essen (idr). Die Debatte um bezahlbaren Wohnraum hält unvermindert an. Viele aktuelle Fragen wie Wohnkonzepte, Baustandards und rechtliche Rahmenbedingungen thematisiert das M:AI - Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW in der Ausstellung "Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar". Sie läuft vom 1. Februar bis 4. März auf dem Welterbe Zollverein in Essen.
Die Schau ist in fünf Bereiche gegliedert, die in begehbaren, aus der Form gedrehten Häusern zu sehen sind. Gezeigt werden darin u.a. die Geschichte des sozialen Wohnungsbaus und der gesellschaftliche Wandel des Wohnens, die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, das Wachstum der Städte und Siedlungen sowie gelungene Beispiele für bezahlbaren Wohnungsbau.
Das M:AI NRW wurde 2005 als mobiles Museum ohne eigene Räume gegründet. Es entwickelt seine Präsentationen zu aktuellen baukulturellen Themen passend zum jeweiligen Ausstellungsort.
Infos: www.mai.nrw.de

Pressekontakt: Masch Media, 
Marcus Schütte, Telefon: 
0208/82877600, E-Mail: presse@masch-media.de

16.01.2018, Soziales, Metropole Ruhr, Politik, Vermischtes

Ruhrgebietsbevölkerung wächst um 0,2 Prozent

Essen/Düsseldorf (idr). 5.118.681 Menschen lebten am 31. Dezember 2016 in der Metropole Ruhr. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Einwohnerzahl damit um rund 0,2 Prozent und somit stärker als im landesweiten Schnitt (0,1 Prozent). Das geht aus den Zahlen der Statistikexperten des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Grundlage der Erhebungen des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervor.
Die Einwohnerzahlen der großen kreisfreien Städte blieben weitgehend stabil. Dortmund mit 585.813 Einwohnern (- 0,1 Prozent) und Essen mit 583.084 Einwohnern (+ 0,1 Prozent) sind nach wie vor die größten Städte des Ruhrgebiets. Im NRW-weiten Vergleich liegen sie nach Köln und Düsseldorf auf den Plätzen drei und vier.
Steigende Bevölkerungszahlen verzeichnen auch Städte, die zuvor von Schrumpfung betroffen waren. Den deutlichsten Bevölkerungszuwachs konnte Duisburg mit einem Plus von 1,8 Prozent verzeichnen (499.845 Einwohner).
Neben kleineren kreisangehörigen Städten gehören auch die kreisfreien Städte Mülheim (ein Prozent), Gelsenkirchen (0,8 Prozent) und Herne (0,6 Prozent) zu den Kommunen, die gewachsen sind. Von Schrumpfung war bei den kreisfreien Städten neben Dortmund nur noch Hagen (- 0,4 Prozent) betroffen.
Bei den Zahlen ist zu beachten, dass die Entwicklung der Bevölkerungszahlen aufgrund methodischer Änderungen und technischer Weiterentwicklungen nur bedingt mit den Vorjahresergebnissen vergleichbar ist.
Infos: www.statistik.rvr.ruhr und www.it.nrw.de

Pressekontakt: RVR, Ann-Kristin Marx, Telefon: 0201/2069-434, E-Mail: marx@rvr-online.de; IT.NRW, Pressestelle, Telefon: 0211/9449-6660, E-Mail: pressestelle@it.nrw.de

16.01.2018, idr-Tipps, Metropole Ruhr, Freizeit, Kulturelles

idr-Tipps

Metropole Ruhr (idr). Einen Mythos bringt die Eiskunst-Show "Holiday on Ice" in die Westfalenhallen Dortmund. Vom 19. bis 21. Januar läuft dort die Show "Atlantis", die das legendäre, im Wasser versunkene Reich lebendig werden lässt. Mit moderner Licht- und Installationstechnik wird eine Über- und Unterwasserwelt kreiert. 30 Profis zeigen Eiskunstlauf und Luftakrobatik auf Hochleistungsniveau.
Infos: www.holidayonice.com
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Ulrich Tukur liest am 21. Januar, 19 Uhr, im Essener Grillo-Theater aus Herman Melvilles großem Roman "Moby Dick". Der Schauspieler springt für den erkrankten Klaus Maria Brandauer ein und erzählt in der szenischen Lesung die Geschichte des von Rache besessenen Kapitän Ahab und dessen Jagd auf den dämonischen weißen Wal. Pianist Sebastian Knauer umrahmt den Text mit Musik von Richard Wagner, Isaac Albéniz, Franz Liszt, Maurice Ravel, Johannes Brahms, Antonín Dvořák und Edvard Grieg.
Infos: www.schauspiel-essen.de
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Über seine langjährigen Erfahrungen auf der Bühne und die humoristische Vermittlung von medizinischem Wissen berichtet Dr. Eckart von Hirschhausen am 22. Januar, 16.15 Uhr, an der Technischen Universität Dortmund (Campus Nord, Hörsaal I). Der Arzt, Kabarettist und Buchautor ist im Rahmen der Reihe "Die Wissensmacher" an der Hochschule zu Gast. Er tourt seit Jahren regelmäßig mit seinen Programmen durch Deutschland und moderiert Sendungen wie "Hirschhausens Quiz des Menschen".
Infos: www.tu-dortmund.de
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Im Rahmen der Reihe "ZwischenStücke" gastiert das Staatstheater Mainz am 20. Januar, 19.30 Uhr, mit der Inszenierung "Ramstein Airbase: Game of Drones" im Mülheimer Theater an der Ruhr. Das Projekt von Jan-Christoph Gockel basiert auf einem Gespräch mit dem ehemaligen Drohnen-Operator Brandon Bryant, der den Ziellaser für die Raketen von Drohnen steuerte und darüber u.a. vor dem NSA-Untersuchungsausschuss aussagte. Der US-Militärflugplatz in Ramstein spielt eine zentrale Rolle im amerikanischen Drohnenprogramm.
Infos: www.theater-an-der-ruhr.de und www.stuecke.de
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38 aktuelle und historische Fotoserien zur Migration im Ruhrgebiet präsentiert das Pixelprojekt Ruhrgebiet vom 22. Januar bis 21. April 2018 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Die Bilder, in denen sich die Normalität, aber auch die Spannungen durch Einwanderung im Alltag der Metropole Ruhr widerspiegeln, waren bereits im Spätherbst in fünf Großprojektionen in der Metropole Ruhr zu sehen. Bei der Podiumsdiskussion zur Ausstellungseröffnung am 22. Januar, 18.30 Uhr, geht es um die Frage, ob gesellschaftliche Veränderung durch Fotografie möglich sind.
Infos: www.neueheimat.ruhr
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Der Essener Industrie- und Dokumentarfotograf Josef Stoffels nahm in den 1950er Jahren nahezu alle fördernden Steinkohlenzechen im Ruhrgebiet auf. Das Essener Ruhr Museum zeigt vom 22. Januar bis 2. September mehr als 300 seiner Bilder. Im Mittelpunkt stehen die Fotos von 60 Zechen, die auf dem Höhepunkt des Bergbaus bzw. unmittelbar vor der Bergbaukrise entstanden. Zudem werden Aufnahmen zu Themen wie Lehrlingsausbildung und Bergmannssiedlungen, aber auch Auftragsarbeiten für die Industrie präsentiert. Die Ausstellung erschließt einen der wichtigsten fotografischen Bestände zum Bergbau.
Infos: www.ruhrmuseum.de
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Zeit, die Kufen zu schleifen: Vom 19. Januar bis 11. März heißt es wieder "Essen.On.Ice". Eine Schlittschuhbahn, eine 70 Meter lange Rodelbahn und zwei Eisstockbahnen verwandeln den Essener Kennedymarkt in ein Winter-Wunderland. Jeden Samstag ab 18 Uhr findet "Disco on Ice" mit aktueller Chartmusik statt. Sonntags ab 14 Uhr unterstützen Trainer Kinder bei den ersten Gleitversuchen auf dem Eis.
Infos: www.essen-tourismus.de

Pressekontakt: idr, Telefon: 0201/2069-281, E-Mail: idr@rvr-online.de

16.01.2018, Soziales, Metropole Ruhr, Politik

Duisburg will 100 Langzeitarbeitslose in Jobs bringen

Duisburg (idr). Duisburg startet ein Modellprojekt zur Entwicklung und Implementierung eines sozialen Arbeitsmarktes in NRW. Zur Integration langzeitarbeitsloser Menschen erhält die Stadt in den kommenden zwei Jahren 3,525 Millionen Euro Fördermittel vom Land NRW. Damit sollen etwa 100 Arbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.
Erprobt werden individuelle Förderketten, und potenzielle Arbeitgeber erhalten finanzielle Anreize. Bei dem Duisburger Konzept wirken verschiedene lokale Akteure aus Politik, Stadtverwaltung, städtischen Konzerntöchtern, Arbeitsverwaltung, lokaler Wirtschaft und gemeinnützigen Trägern mit.

Pressekontakt: Stadt Duisburg, Pressestelle, Gabi Priem, Telefon: 0203/283-2820, E-Mail: kommunikation@stadt-duisburg.de

16.01.2018, Metropole Ruhr, NRW, Wissenschaft und Forschung, Verkehr

Dortmunder Fraunhofer-Institut erforscht Risiken von autonomen Autos

Dortmund (idr). In den nächsten Jahre werden autonome Systeme auch im Autoverkehr immer stärker Einzug halten. Wie die Sicherheit solcher Systeme besser eingeschätzt werden kann, untersucht eine neue Forschungsgruppe am Dortmunder Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST.
Da es nicht möglich ist, die aufwändige Software autonomer Systeme vollständig zu analysieren und zu testen, erarbeiten die Wissenschaftler risikobasierte Ansätze. So soll das Sicherheitslevel, das ein System benötigt, und seine Fehlerwahrscheinlichkeit eingeschätzt werden. Die Forschungsgruppe setzt dazu auf Simulationen, um Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeit zu identifizieren und durchzuspielen.
Die Fraunhofer-Gesellschaft fördert das Vorhaben in den kommenden fünf Jahren mit rund 2,5 Millionen Euro.
Infos: www.isst.fraunhofer.de

Pressekontakt: Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Britta Klocke, Telefon: 0231/97677-160, E-Mail: britta.klocke@isst.fraunhofer.de