Nachrichten aus der Metropole Ruhr

21.05.2019, idr-Tipps, Bochum, Dortmund, Essen, Hattingen, Metropole Ruhr, Freizeit, Kulturelles, Vermischtes

idr-Tipps 22.5. - 28.5.

Metropole Ruhr (idr). Mies im Westen: Die so benannte Ausstellungsreihe des M:AI (Museum für Architektur und Ingenieurkunst) will die Verbundenheit des weltbekannten Architekten Mies van der Rohe mit NRW in den Mittelpunkt stellen. Von Mai bis Juli werden in Aachen, Krefeld und Essen Projekte und Bauten im NRW-Kontext gezeigt. In der Essener Teilausstellung werden vom 23. Mai bis zum 5. Juli in der Neuen Galerie der VHS Essen mit Haus Henke von 1930 und der Krupp-Zentrale von 1960 das kleinste und das größte Projekt präsentiert. Mit Haus Henke realisierte Mies van der Rohe seine Ideen des neuen Wohnens. Die Kruppsche Konzernzentrale blieb allerdings unrealisiert.
Infos unter www.mai-nrw.de
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Eine veritable Nobelpreisträgerin eröffnet am 24. Mai die neue Vortragsreihe "Initialzündung" an der TU Dortmund: Prof. Frances Arnold ist 2018 der Nobelpreis für Chemie auf dem Gebiet der Antikörper- und Enzym-Forschung verliehen worden. Aus Antikörpern werden Medikamente gegen Krebs oder Autoimmunerkrankungen hergestellt, Enzyme starten und beschleunigen chemische Reaktionen. Frances Arnold, Professorin des California Institute of Technologie, referiert zum Thema "Innovation by Evolution: Expanding the Protein Universe". Der Vortrag im AudiMax der TU beginnt um 15.50 Uhr.
Infos unter www.tu-dortmund.de
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Und dann hat es "Boom!" gemacht... Mit dem Titel der Sonderausstellung über die Hattinger Henrichshütte, die das LWL-Industriemuseum vom 24. Mai bis zum 3. November zeigt, wird u.a. an den Abbruch von Gebäudeteilen erinnert. Im Fokus der Schau steht die wechselvolle Geschichte der Hütte vom Kaiserreich über die Weltkriege und die Zeit des Wiederaufbaus bis zum Strukturwandel. Fotos, Filmdokumente und Objekte zeigen den Wandel: der Spaten von der Grundsteinlegung, der Eisenträger vom Abriss des Stahlwerkes und persönliche Geschichten der Menschen.
Infos unter www.henrichshuette.de
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Das Stück "Im Irrgarten des Wissens" bietet ganz große Bühne: Am 25. Mai hebt sich um 18 Uhr der Vorhang für die letzte Premiere der Spielzeit am Schauspiel Dortmund. Das Publikum erwartet ein XL-Sommerspektakel auf allen Schauspielbühnen, im Foyer und auf dem Vorplatz am Wall mit fast hundert Darstellern. Das Material für dieses Abenteuer sind 100 Personen aus der Menschheitsgeschichte, von Sisyphos über Mozart, Juri Gagarin und Magda Goebbels bis hin zu Beyoncé und Susan Sontag – ergänzt durch die Biographien von Dortmunder Bürgern der Gegenwart.
Infos unter www.theaterdo.de
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"Mit Dampfkraft voraus" heißt es am 25. und 26. Mai wieder beim Dampf-Festival im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum. Mit knapp 50 Maschinen aus 110 Jahren im vollen Dampfbetrieb gilt es als das größte seiner Art in Deutschland. Rauchende Schlote, heißer Dampf und das Schnaufen der Maschinen: Vor dem Malakowturm der Zeche lassen 18 originale Dampftraktoren, Dampfwalzen, Lokomobile, dampfgetriebene PKW und LKW aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden das Dampfzeitalter lebendig werden. Mitmach-Aktionen und Mitfahr-Möglichkeiten machen das Wochenende passend für den Familienausflug.
Infos unter www.lwl-industriemuseum.de

Pressekontakt: idr, Telefon: 0201/2069-282, E-Mail: idr@rvr.ruhr

21.05.2019, Herdecke, Witten, Metropole Ruhr, Umwelt, Wirtschaft

Uni Witten/Herdecke präsentiert sich als "Nahrhafte Uni"

Witten/Herdecke (idr). Mit einem neuen Projekt will die Universität Witten/Herdecke (UW/H) einen Meilenstein in Richtung "Nahrhafte Uni" setzen. Damit steht ganz oben auf der Agenda eine am Menschen orientierte Landwirtschaft, die ökologisch-nachhaltig Ressourcen bewahrt und aufbaut, weiterhin will man u.a. gezielt der geringen Wertschätzung von Nahrungsmitteln entgegenwirken. Am 23. Mai wird das nachhaltige Gesamtkonzept offiziell vorgestellt. Im Fokus stehen Themen wie "Die UW/H als nachhaltiger Arbeitgeber", Landwirtschaft im Lehrplan der Studierenden, Bio in der Gemeinschaftsverpflegung und die Entwicklung eines Modells für neue Bündnisse in der urbanen Landwirtschaft.
Weitere Infos unter www.uni-wh.de

Pressekontakt: UW/H, Pressestelle, Jan Vestweber, Telefon: 02302/926–946, E-Mail: Jan.Vestweber@uni-wh.de

21.05.2019, Duisburg, Essen, Metropole Ruhr, NRW, Wissenschaft und Forschung, Verkehr, Wirtschaft

Spitzenökonomen fordern Städte-Maut statt Fahrverbote

Essen (idr). Auf der Suche nach einer ökonomisch und ökologisch sinnvollen Antwort auf drängende Verkehrsprobleme sprachen sich 30 Ökonomie-Experten aus ganz Deutschland für die Einführung einer Städte-Maut in Deutschland aus. Initiiert wurde dieses Plädoyer vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und der Stiftung Mercator in Duisburg. Weitere Unterstützung kommt u.a. von allen fünf Mitgliedern des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR).
Um deutsche Innenstädte vom zunehmenden Autoverkehr zu entlasten, soll schrittweise eine Städte-Maut eingeführt werden. Die entfernungs- und schadstoffabhängige Straßennutzungsgebühr soll zeitlich gestaffelt alle negativen externen Effekte wie Stau, Lärm und Luftschadstoffe berücksichtigen. Die Einnahmen aus der Städte-Maut sollen für eine Verbesserung des ÖPNV und der Fahrradinfrastruktur sowie zur Finanzierung von Sozialtickets genutzt werden, um wünschenswerte Alternativen zum Autoverkehr anzubieten.
Weitere Infos unter www.rwi-essen.de

Pressekontakt: RWI, Prof. Dr. Manuel Frondel, Telefon: 0201/8148-204; Pressestelle, Sabine Weiler, Telefon: -213, E-Mail: sabine.weiler@rwi-essen.de

21.05.2019, Essen, Metropole Ruhr, Tourismus, Umwelt

Gebirgsstelze wird heimisch im Ruhrgebiet

Essen (idr). Morgen ist es soweit: In der Metropole Ruhr wird eine gefiederte Alpen-Touristin offiziell begrüßt. Der 22. Mai wird von den Vereinten Nationen als Internationaler Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt zelebriert. Aus diesem Anlass präsentiert die Emschergenossenschaft die Gebirgsstelze: Der kleine Vogel, der im Unterschied zur heimischen Bachstelze einen gelben Bauch hat, ist im Zuge der Renaturierung der Emscher-Gewässer seit einiger Zeit in der Region heimisch geworden.
Die Stelze besiedelt schnellfließende, meist mit Gehölzen bewachsene Bäche und Flüsse, sowie gern steinige oder auch kiesige Uferbereiche mit flachen und strömungsarmen Stellen. Sie reagiert empfindlich auf eine naturferne Bachgestaltung, daher waren die trist betonierten "Köttelbecken" im Emscher-Tal bislang eher eine "No-Fly-Area" für die Gebirgsstelze.
Weitere Infos unter www.eglv.de

Pressekontakt: Emschergenossenschaft, Ilias Abawi, Telefon: 0201/104-2586, E-Mail: abawi.ilias@eglv.de

21.05.2019, Dortmund, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft

TU Dortmund und Uni Klagenfurt untersuchen Einfluss von Online-Produktempfehlungen

Dortmund (idr). Eigentlich weiß man es - und fällt doch trotzdem immer wieder mal drauf rein. Das Ganze jetzt auch wissenschaftlich untermauert: Laut den Ergebnissen der Uni-Studie bleibt der simple Satz "Dieses Produkt könnte Ihnen gefallen." oft nicht ohne Folgen.
Wer online einkauft, kennt den Satz. Viele Online-Händler verwenden auf ihren Internetseiten automatisierte Empfehlungssysteme. Diese wählen auf Basis verschiedener Algorithmen bestimmte Produkte aus und empfehlen sie den Online-Kundinnen und -Kunden. Wissenschaftler der TU Dortmund und der Alpen-Adria-Universität (AAU) Klagenfurt haben den Einfluss dieser "Tipps" jetzt untersucht, ihr Fazit: Die Empfehlungen werden in anstehende Kaufentscheidungen einbezogen, das betrifft ebenso teurere wie auch günstigere Produkte. Und: Der Effekt trat auch bei denen auf, die angaben, dass ihre Entscheidung nicht von der Produktempfehlung beeinflusst worden sei.
www.tu-dortmund.de

Pressekontakt: TU Dortmund, Fakultät Wirtschaftswissenschaften, Dr. Sören Köcher, Telefon: 0231/755-7069, E-Mail: soeren.koecher@tu-dortmund.de

21.05.2019, Essen, Metropole Ruhr, Umwelt, Wirtschaft

Netzwerktreffen von Greentech.Ruhr: Wachstumschancen durch Umweltschutz

Metropole Ruhr (idr). Die starke Umweltwirtschaft des Ruhrgebiets steht nicht nur für den Wandel von der Montan- zur Zukunftsbranche, sondern auch für Wachstum. So lautete die einstimmige Botschaft beim Netzwerktreffen von Greentech.Ruhr am 20. Mai in Essen. Wenn die Region erfolgreich weiter daran arbeite, mit diesem Know-how Wachstum zu schaffen, könne man sich als Beispielregion für Umwelt- und Klimaschutz sowie CO2-Einsparung weltweit positionieren.
Seit 2016 ist Greentech.Ruhr auf mittlerweile 118 Mitglieder angewachsen. Start-ups, KMUs, große Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind darunter - sie beschlossen beim gestrigen Treffen eine noch intensivere Zusammenarbeit. Im Herbst startet die nächste Projekt-Phase: Die Themen Fachkräfte, Digitalisierung und Innovationstransfer aus den Hochschulen stehen dann im Mittelpunkt.
Weitere Infos unter www.business.metropoleruhr.de

Pressekontakt: Business Metropole Ruhr GmbH, Benjamin Legrand, Telefon: 0201/63248831, E-Mail: legrand@business.ruhr

20.05.2019, Soziales, Metropole Ruhr, Vermischtes

Zahl der Einbürgerungen im Ruhrgebiet ist leicht gestiegen

Düsseldorf/Metropole Ruhr (idr). Im vergangenen Jahr erhielten in der Metropole Ruhr 8.217 Menschen ausländischer Herkunft die deutsche Staatsangehörigkeit. Das waren fast 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor zehn Jahren lag die Zahl der Einbürgerungen im Ruhrgebiet bei 7.989. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Landesamtes IT.NRW hervor.
NRW-weit ist die Zahl der Einbürgerungen im letzten Jahr demnach um ein Prozent auf 27.649 gestiegen. Mit 16.267 stammte mehr als die Hälfte der im Jahr 2018 in Nordrhein-Westfalen eingebürgerten Personen aus Europa (58,8 Prozent).
Infos: www.it.nrw.de

Pressekontakt: IT.NRW, Pressestelle, Telefon: 0211/9449-6660, E-Mail: pressestelle@it.nrw.de;

20.05.2019, Medizin, Essen, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung

Universitätsmedizin Essen gründet neues Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin

Essen (idr). Die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz in medizinischer Forschung, Lehre und Krankenversorgung soll ein neues Institut der Uni Duisburg-Essen ausloten. Die KI soll helfen, Diagnosen besser und schneller zu stellen und die Therapie exakter an die jeweiligen Patienten anzupassen. Thema ist auch die Ablage und der Verarbeitung von medizinischen Daten durch Künstliche Intelligenz.
Das Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin soll im Giradethaus in Essen-Rüttenscheid angesiedelt und mit vier Professorenstellen ausgestattet werden.
Weitere Informationen unter ai.uk-essen.de

Pressekontakt: Universitätsmedizin Essen, Stabsstelle Marketing und Kommunikation, Thorsten Schabelon, Telefon: 0201/723-3564, E-Mail: thorsten.schabelon@uk-essen.de; Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit, Christine Harrell, Telefon: 0201/723-1615, E-Mail: christine.harrell@uk-essen.de

20.05.2019, Metropole Ruhr, NRW, Kulturelles

Niedergermanischer Limes soll UNESCO-Welterbe werden

Xanten (idr). 2021 soll der Niedergermanische Limes als Welterbe eingetragen werden. Den Antrag will Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Rheinland-Pfalz und den Niederlanden Anfang kommenden Jahres bei der UNESCO einreichen. Das Land NRW und der Landschaftsverband Rheinland (LVR) wollen gemeinsam mit 19 Kommunen, darunter Duisburg, Moers, Alpen, Xanten und Wesel, an dem Projekt arbeiten. Heute wurden die Pläne in Xanten vorgestellt.
In Zusammenarbeit mit dem LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland und dem Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln wurde eine umfangreiche Broschüre erarbeitet, die die Limes-Fundplätze mit Karten, Lageplänen, Skizzen und Fotos aufzeigt. Die Dokumentation ist eine Grundlage für das weitere Bewerbungsverfahren.
Mit Eintrag des Niedergermanischen Limes als UNESCO-Welterbe würde die Lücke zwischen den antiken Grenzen Hadrian's Wall und Antonine Wall in Großbritannien und dem Obergermanisch-Raetischen Limes zwischen Rheinbrohl und Eining an der Donau geschlossen. Sie alle besitzen bereits Welterbe-Status.

Pressekontakt: NRW-Heimatministerium, Pressestelle, Telefon: 0211/8618-4338, E-Mail: presse@mhkbg.nrw.de

20.05.2019, Metropole Ruhr, NRW, Kulturelles

Mülheimer KinderStückePreis für Kristo Šagor

Mülheim (idr). Kristo Šagor hat für sein Stück "Ich lieb dich" in der Inszenierung der Schauburg München den mit 10.000 Euro dotierten Mülheimer KinderStückePreis 2019 gewonnen. Šagor erzählt von Liebe, Verlust, Schmerz, Glück und Tod: Julians Eltern lassen sich scheiden, was ihn daran zweifeln lässt, dass es so etwas wie Liebe überhaupt gibt. Seine Freundin Lia will ihm das Gegenteil beweisen und bringt dazu ein Meerschweinchen, Zitroneneis, die Großeltern und einen Kastanienbaum ins Spiel.
Die Mülheimer Theatertage NRW "Stücke" laufen noch bis zum 1. Juni.
Infos: www.stuecke.de

Pressekontakt: Mülheimer Theatertage NRW, Janna Röper, Telefon: 0208/455-4112, E-Mail: presse@stuecke.de