Nachrichten aus der Metropole Ruhr

22.01.2019, Metropole Ruhr, Umwelt

Kreis Wesel beteiligt sich an Blühstreifenprojekt zum Insektenschutz

Kreis Wesel (idr). Der Kreis Wesel und die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft haben eine Vereinbarung für ein fünfjähriges Blühstreifenprojekt getroffen. Die Landwirte im Kreis sollen mindestens 28 Hektar mehrjährige Blühstreifen auf Ackerflächen anlegen und so Lebensraum für Insekten sichern. An der Testphase im vergangenen Jahr beteiligten sich 14 Landwirte mit mehr als elf Haktar Blühstreifen.
Der Kreis Wesel finanziert das Projekt durch Ersatzgelder, die für Maßnahmen zur Entwicklung der Landschaft zur Verfügung stehen.

Pressekontakt: Kreis Wesel, Greta Lüdtke, Telefon: 0281/207-3141, E-Mail: greta.luedtke@kreis-wesel.de

22.01.2019, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung

Frühwarnsystem soll Opfer von Datendiebstahl benachrichtigen

Duisburg (idr). Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen arbeiten an einem Frühwarnsystem mit, das Betroffene eines Datenlecks benachrichtigt, so dass sie Gegenmaßnahmen ergreifen können. Es soll bei Opfern von digitalem Identitätsdiebstahl Alarm schlagen, sobald fremde Personen ihre Daten veröffentlichen.
Strafverfolgungsbehörden und IT-Sicherheitsforscher finden häufig umfangreiche Sammlungen von Identitätsdaten, die Kriminelle angelegt haben. Bisher gibt es keine standardisierte Methode mit der Opfer zuverlässig und aktiv über den Missbrauch ihrer Daten informiert werden können. Diese Lücke soll durch neu entwickelte technische Verfahren geschlossen werden. Mögliche Betreiber solcher Systeme sind das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, die Datenschutzaufsichtsbehörden oder Verbraucherschützer. Das Projekt wird mit 1,67 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium gefördert.

Pressekontakt: Universität Duisburg-Essen, Prof. Matthias Brand, Telefon: 0203/379-2541, E-Mail: matthias.brand@uni-due.de

22.01.2019, Soziales, Metropole Ruhr, Bildung

Programm "Ruhr Talente" steht zur Wahl als "Hochschulperle des Jahres"

Essen/Gelsenkirchen (idr). Das von der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen initiierte Stipendienprogramm "RuhrTalente" steht zur Wahl als "Hochschulperle des Jahres 2018". Ab dem 23. Januar, 12 Uhr, hat jeder 24 Stunden lang die Möglichkeit, per SMS an 0177/1782277 für dieses oder eines der anderen elf vorgeschlagenen Projekte zu stimmen. Zur Stimmabgabe ist als SMS-Inhalt ausschließlich der Abstimmungscode anzugeben.
Mit dem Projekt "Ruhr Talenete" will die Hochschule Lernerfolge von Schülern aus sozial schwachen Familien verbessern. In Workshops und Seminaren können sie ihre Stärken und Schwächen erkennen und lernen außerdem, wie sie sich besser präsentieren. Der Abstimmungscode lautet H05.
Die Auszeichnung "Hochschulperle des Jahres" wird vom Stifterverband in Essen für ein besonders innovatives Hochschulprojekte vergeben. Zur Wahl stehen die zwölf "Hochschulperlen des Monats" aus dem vergangenen Jahr. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro.
Infos: www.hochschulperle.de

Pressekontakt: Stifterverband, Nina Kollas, Telefon: 0201/8401-305, E-Mail: nina.kollas@stifterverband.de

22.01.2019, idr-Tipps, Metropole Ruhr, Freizeit, Kulturelles

idr-Tipps

Metropole Ruhr (idr). Dietrich W. Hilsdorf inszeniert Wagners "Siegfried" für die Deutsche Oper am Rhein. Am 26. Januar, 17 Uhr, feiert die Oper am Theater in Duisburg Premiere. Der einstige Weltenlenker Wotan ist zu einem machtlosen Wanderer geworden, der aus der Ferne verfolgt, wie sein Enkel Siegfried bei dem Zwerg Mime heranwächst. Mime erhofft sich, durch Siegfried den Ring von Alberich zurückzuerobern. Doch Siegfried rebelliert gegen seinen Ziehvater, zieht aus, um das Fürchten zu lernen, und findet die in ewigen Schlaf versetzte Brünnhilde. Es scheint, als habe die Macht der Liebe die Gier besiegt.
Infos: www.theater-duisburg.de
*
"Salome" ist Oscar Wildes einzige Tragödie. Das Theater Oberhausen bringt den Mythos auf die Bühne: Salome fühlt sich von Jochanaan angezogen, doch dieser weist sie zurück. So erfüllt sie Herodes den Wunsch, für ihn zu tanzen, doch dafür fordert sie Jochanaans Kopf. In rasender Verzückung küsst Salome den abgeschlagenen Kopf und bringt sich damit selbst in Gefahr. Regisseur Stef Lernous inszeniert das Stück mit Begleitung einer Band und Musik, die der Duisburger Flowerpornoes-Gründer Tom Liwa extra komponiert hat. Premiere ist am 25. Januar um 19.30 Uhr.
Infos: www.theater-oberhausen.de
*
Für die neue Stadt Mahagonny scheint die Zukunft golden zu sein. Die Stadtgründer sorgen für Recht und Ordnung. Holzfäller Paul Ackermann begehrt jedoch gegen dieses verlogene Paradies auf. Als ein Hurrikan die Stadt bedroht, propagiert er ein neues Gesetz: Alles ist erlaubt! Die Stadt bleibt von der Katastrophe verschont, doch das "Du darfst!"-Prinzip wirkt verheerender als jeder Sturm. Filmregisseur Jan Peter inszeniert mit Weills und Brechts "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" erstmals eine Oper. Das Stück feiert am 26. Januar, 19.30 Uhr, im Gelsenkirchener Musiktheater im Revier Premiere.
Infos: www.musiktheater-im-revier.de
*
Ein Theaterklassiker der Gegenwart feiert am 26. Januar, 20 Uhr, Premiere im Studio des Theaters Dortmund. Das Stück "norway.today" des Schweizer Dramatikers Igor Bauersima erzählt von Julie und August, die sich in einem Chatroom treffen. Sie möchte sich das Leben nehmen und sucht dafür Mitstreiter. Er ist von der Scheinheiligkeit des Alltags angewidert und sagt fest entschlossen zu. Während die beiden am Abgrund des Preikestolen-Felsens ihr Zelt für die letzte Nacht aufschlagen, kommen sie sich näher. Was als Feier des Todes begann, scheint sich unmerklich in ein Plädoyer für das Weiterleben zu entwickeln.
Infos: www.theaterdo.de
*
"British Pop Art" präsentiert die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen vom 27. Januar bis 12. Mai. Künstler wie Richard Hamilton und Peter Blake spiegeln das Lebensgefühl der Zeit mit Themen wie Fernsehen, Werbung oder Auto wider. Die Musik spielt eine zentrale Rolle. Plattencover-Gestaltungen, wie das Beatles-Album von Peter Blake und Jann Haworth zu Sgt. Pepper, ist daher ein eigener Bereich gewidmet. Über 150 Werke geben Einblick in die Entstehung und Wirkung der britischen Pop Art. Die gezeigten Werke stammen aus der Sammlung des Düsseldorfer Anwalts Heinz Beck.
Infos: www.ludwiggalerie.de

Pressekontakt: idr, Telefon: 0201/2069-282, E-Mail: idr@rvr.ruhr

22.01.2019, Soziales, Metropole Ruhr, NRW, Politik, Wirtschaft

Beschäftigung für Langzeitarbeitslose schaffen: RVR und andere Arbeitsmarktpartner unterzeichnen Absichtserklärung

Düsseldorf/Essen (idr). Die Umsetzung des Teilhabechancengesetzes zu fördern, um so gemeinsam die Langzeitarbeitslosigkeit zu reduzieren: Das haben Arbeitsmarktpartner in NRW in einer gemeinsamen Erklärung vereinbart, die heute in Düsseldorf unterschrieben wurde. Zu den Unterzeichnern gehören das NRW-Arbeitsministerium sowie Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, die kommunalen Spitzenverbände, zu denen auch der Regionalverband Ruhr (RVR) zählt, Wohlfahrtsträger und die Bundesagentur für Arbeit.
In der gemeinsamen Erklärung legen die Arbeitsmarktpartner das Ziel fest, dass das Teilhabechancengesetz vor allem nachhaltige Arbeitsverhältnisse fördert, die auch nach dem Ende der Anschubfinanzierung weiter bestehen bleiben. Gemeinsam wollen sie die Umsetzung vor Ort so unterstützen, dass mit den neuen Fördermöglichkeiten langfristig Vorteile für alle Beteiligten entstehen.
RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel meint dazu: "Die neue gesetzliche Regelung ist ein vielversprechender Ansatz, den Sockel der im Ruhrgebiet verfestigen Langzeitarbeitslosigkeit abzubauen. Das Gesetz bietet Betroffenen die Chance, ins Arbeitsleben zurückzukehren. Und es führt zu einer Entlastung der Sozialetats in den Kommunen der Metropole Ruhr."
Im Rahmen des Teilhabechancengesetzes sollen 2019 landesweit rund 15.000 sozialversicherungspflichtige Stellen für Langzeitarbeitslose entstehen. Das Gesetz ermöglicht die Förderung von Beschäftigungen über einen Zeitraum bis zu fünf Jahren und Lohnkostenzuschüsse, die zu Beginn der Förderung bis zu 100 Prozent betragen können.

Pressekontakt: NRW-Arbeitsministerium, Pressestelle, Telefon: 0211/855-3118, E-Mail: presse@mags.nrw.de

21.01.2019, Metropole Ruhr, NRW, Umwelt, Wirtschaft

RWI: Windräder lassen Immobilienpreise sinken

Essen (idr). Eine Studie des RWI – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung in Essen zeigt, dass Windkraftanlagen zu sinkenden Preisen von Einfamilienhäusern in unmittelbarer Umgebung führen können. Der Wert eines Hauses in einem Kilometer Entfernung zu einer Windkraftanlage sinkt im Durchschnitt um gut sieben Prozent. Erst bei einem Abstand von acht bis neun Kilometern haben Windkraftanlagen keine Auswirkungen mehr auf die Immobilienpreise.
Für die Studie hat das RWI knapp drei Millionen Verkaufsangebote auf dem Online-Portal Immoscout24 ausgewertet. Den Wertverlust der Immobilien führen die Forscher auf die negativen Auswirkungen von Windrädern zurück, z.B. durch Lärm und die Störung des Landschaftsbildes.
Infos: www.rwi-essen.de

Pressekontakt: RWI, Prof. Dr. Manuel Frondel Telefon: 0201/8149-204, Pressestelle, Leonard Goebel, Telefon: -210, E-Mail: leonard.goebel@rwi-essen.de

21.01.2019, Metropole Ruhr, Kulturelles

Dortmunder Archive gründen Notfallverbund zur gegenseitigen Hilfe

Dortmund (idr). Neun Dortmunder Archive und Bibliotheken schließen sich zu einem Notfallverbund zusammen, um sich im Falle eines Brandes oder Wasserschadens gegenseitig helfen und gefährdetes Kulturgut retten zu können. Sie verpflichten sich, geeignete Vorbeugemaßnahmen zu treffen und Rettungsmaßnahmen vorzubereiten. Zudem halten sie für den Ernstfall sogenannte Notfallboxen bereit. Beteiligt sind u.a. das Baukunstarchiv NRW, das Institut für Zeitungsforschung, das Stadtarchiv Dortmund, die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund sowie das Universitätsarchiv und die Universitätsbibliothek der TU Dortmund.
In Dortmund wird mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung der 40. deutsche Notfallverbund gegründet. In der Metropole Ruhr gibt es bereits den Notfallverbünde Duisburg sowie Mittleres Ruhrgebiet mit Bochum, Essen und Gelsenkirchen.
Infos: www.notfallverbund.de

Pressekontakt: Stadt Dortmund, Katrin Pinetzki, Telefon: 0231/50-24356, E-Mail: kpinetzki@stadtdo.de

21.01.2019, Medizin, Metropole Ruhr

Teilnehmer für Studie zu chronischen Rückenschmerzen gesucht

Essen (idr). Um die Mechanismen chronischer Schmerzen besser zu verstehen, führt das Rückenschmerzzentrum am Universitätsklinikum Essen verschiedene Studien durch. Dafür suchen die Mediziner noch Teilnehmer.
Je nach Studie gibt es Befragungen zum Schmerzempfinden, Untersuchungen im Magnetresonanztomographen sowie den Einsatz bereits zugelassener oder auch neuer Medikamente und Verfahren. Mitmachen können gesunde Menschen sowie Patienten, die mindestens drei Monate unter chronischen Rückenschmerzen oder chronischer Migräne leiden. Anmeldungen sind unter 0201/723 2439 oder schmerzstudie@uk-essen.de möglich.
Infos: www.uk-essen.de

Pressekontakt: Universitätsklinikum Essen, Kristina Gronwald, Telefon: 0201/723-3683, E-Mail: kristina.gronwald@uk-essen.de

21.01.2019, Metropole Ruhr, NRW, Wissenschaft und Forschung, Politik, Wirtschaft

Studie: Hartz IV-Reformen haben vor allem Zahl der neuen Arbeitslosen gesenkt

Dortmund (idr). Seit Einführung der Hartz IV-Reform im Jahr 2005 ist die Arbeitslosigkeit von knapp elf auf unter sechs Prozent gesunken. Ökonomen der Universität Bonn und der Technischen Universität Dortmund haben in einer Studie gezeigt, dass nicht mehr Jobvermittlungen aus Arbeitslosigkeit für die Entwicklung verantwortlich sind. Vielmehr sind 75 Prozent des Rückgangs auf weniger neue Arbeitslose zurückzuführen.
Die Forscher werteten die Erwerbsverläufe von Millionen Beschäftigten zwischen 1993 und 2014 aus. Die Daten zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu werden, um fast ein Drittel fiel, während die Wahrscheinlichkeit, als Arbeitsloser eine neue Stelle zu finden, nur um rund zehn Prozent stieg. Ziel der Hartz IV-Reform war es, mehr Personen aus Arbeitslosigkeit in eine Stelle zu vermitteln.
Insbesondere bei gut verdienenden und langfristig beschäftigten Arbeitnehmern hatte Hartz IV durch den Wegfall der Arbeitslosenhilfe eine abschreckende Wirkung. Diese Gruppe war bereit, nach der Reform Lohnverzicht zu üben, um im Gegenzug Beschäftigungsgarantien zu erhalten.

Pressekontakt: Technische Universität Dortmund, Prof. Philip Jung, Telefon: 0231/755-3288, E-Mail: philip.jung@tu-dortmund.de

21.01.2019, Metropole Ruhr, Verkehr, Vermischtes

Pontonbrücke in Bochum-Dahlhausen soll wieder für den Pkw-Verkehr freigegeben werden

Bochum (idr). Die Stadt Bochum startet im März mit Arbeiten an der Schwimmbrücke in Dahlhausen, damit diese wieder von Autos befahren werden kann. Nach ungefähr zwei Monaten sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Damit wird ein Acht-Punkte-Plan umgesetzt, den die Stadtspitzen von Essen, Hattingen und Bochum und der Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises erarbeitet haben. Künftig soll sichergestellt sein, dass keine Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen die Brücke nutzen. Außerdem darf es künftig zu keinen gefährlichen Situationen wegen entgegenkommender Fahrzeugen im angrenzenden Bahnübergang mehr kommen.
Auf beiden Seiten der Brücke wird der Verkehr künftig mithilfe neuer Ampeln reguliert, zwei Blitzer halten Rotlichtverstöße fest. Durch Betonelemente wird die Einmündung der Brücke so verengt, dass keine Fahrzeuge über 3,5 Tonnen dort einbiegen können. Die Brücke kann von Bochumer Seite nur aus südlicher Richtung über die in eine Einbahnstraße umgewandelte Lewackerstraße angefahren werden. Während der Sommermonate, in denen besonders viele Radfahrer unterwegs sind, kontrollieren Verkehrshelfer die Einhaltung der Regelungen.
Die Kosten für die Umsetzung der Maßnahmen liegen bei 615.000 Euro. Diese Summe teilen sich die beteiligten Kommunen und der Ennepe-Ruhr-Kreis. Während der Bauzeit bleibt die Brücke für Fußgänger und Radfahrer geöffnet.
Vor rund einem Jahr wurde die Pontonbrücke für Pkw gesperrt. Nur Radfahrer und Fußgänger können seitdem die Schwimmbrücke nutzen, die auch eine wichtige Verkehrsverbindung für den Essener Stadtteil Burgaltendorf darstellt. Die Brücke musste vor einigen Jahren für schwere Lkw gesperrt werden, weil durch den Lastverkehr das Bauwerk geschädigt wurde.
Infos: www.bochum.de

Pressekontakt: Stadt Bochum, Pressestelle, Telefon: 0234/910-3081, -3848, E-Mail: newsdesk@bochum.de