Nachrichten aus der Metropole Ruhr

26.08.2016, Soziales, Metropole Ruhr, NRW, Kulturelles, Vermischtes

N.I.C.E. Award für Dortmunder Mitmach-Projekt "Public Residence: Die Chance"

Essen (idr). Ein Dortmunder Projekt gehört zu den Preisträgern des N.I.C.E. Awards 2016. Der mit 20.000 Euro dotierte europäische Innovationspreis, der beispielhafte Modelle zur Bewältigung drängender gesellschaftlicher Fragen auszeichnet, wurde gestern Abend in Essen vergeben.
"Public Residence: Die Chance" heißt das Projekt aus Dortmund, das den zweiten Preis und 4.000 Euro gewonnen hat. Der Verein Machbarschaft Borsig11 hat eine eigene Währung geschaffen, den "Chancen", um Bürger zu Mitgestaltern ihrer Nachbarschaft zu machen. Jeder interessierte Anwohner am Borsigplatz erhält 100 Einheiten der Kunst-Währung "Chancen" und kann mitentscheiden, in welche Projekte das Fördergeld investiert wird.
Den ersten Platz belegen zwei Projekte: die "Makerversity", eine in Amsterdam und London stationierte Plattform für kreative Jungunternehmer, und das Berliner Projekt "Refugee Open Cities", das die Lebensqualität in Flüchtlingscamps durch Selbstbeteiligung verbessert.
105 Bewerbungen aus 25 Nationen gingen für den N.I.C.E. Award ein. Die Auszeichnung wird vom NRW-Wirtschaftsministerium sowie den Städten Dortmund, Essen und Gelsenkirchen finanziert und gemeinsam von dem Dortmunder european centre for creative economy (ecce) und dem Network for Innovations in Culture and Creativity in Europe vergeben.
Infos: www.nice-europe.eu

Pressekontakt: european centre for creative economy, Susanne Pahl, Telefon: 0231/2222-7524, E-Mail: pahl@e-c-c-e.com

26.08.2016, Metropole Ruhr, NRW, Vermischtes

ZDF ist Sprachpanscher des Jahres 2016

Dortmund (idr). Zweifelhafte "Ehrung" für das ZDF: Die Mitglieder des Dortmunder Vereins Deutsche Sprache haben den Sender zum zweiten Mal nach 2004 zum Sprachpanscher des Jahres gewählt. Nominiert wurde das ZDF wegen seiner zahlreichen englischen Bezeichnungen im Programm, etwa Kiddie Contests, Webcam Nights oder das Format "I can do that – die große Promi-Challenge". Auf die Beschwerde eines Zuschauers habe die Zuschauerredaktion geantwortet, die deutsche Übersetzung "Ich kann das" sei "zu hölzern".
Auf den zweiten Platz kamen die FDP und ihr Vorsitzender Christian Lindner, die Englisch als zweite Amtssprache in Deutschland einführen wollen.
Infos: www.vds-ev.de

Pressekontakt: Verein Deutsche Sprache, Telefon: 0231/7948520, E-Post: info@vds-ev.de

26.08.2016, Soziales, Metropole Ruhr, NRW, Wirtschaft

Frauen arbeiten durchschnittlich acht Wochenstunden weniger als Männer

Duisburg (idr). Mit durchschnittlich 30,1 Wochenstunden arbeiteten Frauen in Deutschland in vergangenen Jahr 8,2 Stunden kürzer als die Männer. Vor allem Mütter sind meist ausschließlich in Teilzeitjobs tätig. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen.
Die Entwicklung in Deutschland verläuft damit gegen den europäischen Trend. In Europa betrug die Arbeitszeitlücke zwischen Männern und Frauen 5,8 Stunden und hat sich damit seit 2002 um 0,3 Stunden reduziert. Noch größer als in Deutschland und Österreich ist sie in Großbritannien und den Niederlanden.
Einen negativen Einfluss auf die Arbeitszeiten von Frauen, so das IAQ, können Steuersysteme wie das Ehegattensplitting haben. In Schweden, Finnland, Dänemark und Litauen, wo dieses System nicht angewandt wird, liegt die Arbeitszeitlücke unter dem EU-Durchschnitt.

Pressekontakt: Universität Duisburg-Essen, IAQ, Dr. Angelika Kümmerling, Telefon: 0203/379-1825, E-Mail: angelika.kuemmerling@uni-due.de

26.08.2016, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung

Fast 35.500 Menschen arbeiten an den Hochschulen der Metropole Ruhr

Düsseldorf/Metropole Ruhr (idr). Die Hochschulen und Hochschulkliniken in der Metropole Ruhr sind weiterhin große Arbeitgeber. Ende 2015 waren dort 35.491 Menschen (ohne studentische Hilfskräfte) beschäftigt, 182 mehr als ein Jahr zuvor. Das teilt das Statistische Landesamt IT.NRW mit. 21.721 Mitarbeiter waren wissenschaftlich oder künstlerisch tätig, 13.770 Beschäftigte arbeiteten in der Verwaltung, im technischen Dienst oder sonstigen Bereichen der Hochschulen.
Der Anteil der Frauen beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal lag bei 39,2 Prozent, beim Verwaltungs-, technischen und sonstigen Personal bei 67,6 Prozent.
Infos: www.it.nrw.de

Pressekontakt: IT.NRW, Pressestelle, Telefon: 0211/9449-2521, E-Mail: pressestelle@it.nrw.de

26.08.2016, Top MR, Metropole Ruhr, NRW, Freizeit, Vermischtes

RVR bereichert NRW-Tag mit Industriekultur und Radschnellweg

Düsseldorf/Metropole Ruhr (idr). Kein NRW-Tag ohne das Ruhrgebiet: Beim großen Landesfest vom 26. bis zum 28. August in Düsseldorf präsentiert sich u.a. die Route der Industriekultur. Unter Federfühung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) beteiligen sich z.B. das UNESCO-Welterbe Zollverein, die Jahrhunderthalle Bochum und der Maximilianpark Hamm am gemeinsamen Auftritt. Das gesamte Wochenende lang stehen zahlreiche Mitmachaktionen, Kinderschminken, Verlosungen und Geschicklichkeitsspiele auf dem Programm. Außerdem können Besucher durch Vorführungen von Traditionshandwerk, eine Fahrraddraisine und ein rollendes Eisenbahnmuseum noch mehr über die "Industriekultur NRW" lernen. Die 25 Zelte der Präsentation "Industriekultur NRW" stehen in Düsseldorf entlang des Schlossufers.
Am Gemeinschaftsstand der Fahrradfreundlichen Städte beteiligt sich der RVR mit dem Radschnellweg Ruhr RS1. Hier gibt es alle Informationen rund um die geplante Radverbindung zwischen Duisburg und Hamm.
Das NRW-Landesfest ist in diesem Jahr Bestandteil der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.
Infos unter www.duesseldorf.de/nrwtag

Pressekontakt: RVR, Pressestelle, Telefon: 0201/2069-283, E-Mail: pressestelle@rvr-online.de

26.08.2016, Bottrop, Metropole Ruhr, Bildung, Umwelt

Lehrerfortbildung "Praktische Artenkenntnis einheimischer Gehölze im Sommer"

Bottrop (idr). Für Biologie-Lehrer aller Schulformen steht im September "Gehölzkunde" auf dem Stundenplan. Der Regionalverband Ruhr (RVR) bietet diese Lehrerfortbildung in Kooperation mit der Bezirksregierung Münster an seiner Umweltpädagogischen Station Heidhof in Bottrop an. Dabei wird die "Praktische Artenkenntnis einheimischer Gehölze" in zwei Bausteinen vermittelt: Am 16. September diesen Jahres befasst sich ein Workshop mit der Gehölzbestimmung im Sommer, am 17. Februar nächsten Jahres stehen die Gehölze im Winter im Fokus.
In beiden Modulen der Fortbildung werden grundlegende Kenntnisse über einheimische Gehölze und Pflanzengesellschaften vermittelt. Im Laufe der Fortbildungstage werden z.B. digitale Herbarien mit gesammelten Pflanzenteilen erstellt, die Grundlage für die Arbeit in der Schule sein können. Die Lehrer erhalten vielfältige Anregungen, um ihren Unterricht praxisnah und anschaulich zu gestalten. Durch den Gebrauch digitaler Medien bei außerschulischen Unterrichtsveranstaltungen kann das Interesse der Schüler für Naturuntersuchungen geweckt werden.
Die Module können sowohl einzeln als auch im Paket gebucht werden. Interessierte Lehrer können sich bis zum 9. September bei der Umweltpädagogischen Station Heidhof für die Fortbildung "Praktische Artenkenntnis einheimischer Gehölze im Sommer" anmelden. Für die Gehölzkunde im Winter (17. Februar 2017) muss man sich bis zum 10. Februar 2017 anmelden.
Es ist sinnvoll, die eigene Digitalkamera mitzubringen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen nimmt ab sofort die Umweltpädagogische Station Heidhof des RVR entgegen, Telefon: 02045/405614, E-Mail: umweltbildungheidhof@rvr-online.de. Anmeldeschluss ist der 9. September.
Infos: www.umweltstationheidhof.metropoleruhr.de

Pressekontakt: Umweltpädagogische Station Heidhof, Telefon: 02045/405614, E-Mail: umweltbildungheidhof@rvr-online.de

26.08.2016, Wesel, Xanten, Freizeit, Umwelt, Vermischtes

Erlebniswanderungen über die Bislicher Insel

Xanten (idr). Rein in die Wanderschuhe und auf geht es zur Bislicher Insel. Gleich drei Wander-Exkursionen, zu denen der Regionalverband Ruhr (RVR) einlädt, finden am nächsten Wochenende rund um das NaturForum auf der Bislicher Insel in Xanten statt.
Los geht es am Freitag, 2. September, 14 bis 16 Uhr, unter dem Motto "Durch die Wälder, durch die Auen". Zusammen mit RVR-Ranger Christoph Sprave erkunden die Teilnehmer die Auen, jene mystischen Landschaften, die mal vom Wasser überflutet und mal durch grüne Weiden und wilde Auwälder gekennzeichnet sind. Zahlreiche Tiere und Pflanzen können in dem wandelnden Lebensraum beobachtet werden. Erwachsene zahlen fünf und Kinder im Alter von sechs bis 16 Jahren drei Euro.
Zu einer Wald- und Wiesenführung laden am Samstag, 3. September, 10 bis 13 Uhr, die Heilpraktikerin Susanne Ewig und die Gesundheitsberaterin Silvia Steinberg ein. Die Teilnehmer gewinnen während der Wanderung Kraft und Inspiration für den Alltag und nehmen das Naturschutzgebiet mit allen Sinnen wahr. An Wetter angepasste Kleidung, ein festes Schuhwerk und an ein Sitzkissen sollte gedacht werden. Eine Anmeldung ist bis zum 29. August unter 02801/988230 erforderlich. Die Veranstaltung kostet pro Person 15 Euro.
Hochwasser- und Naturschutz prägen heute den Charakter der einmaligen Auenlandschaft, in der sich einst fast ausgerottete Tiere heute wieder wohlfühlen. Wer das Naturschutzgebiet und seine Geschichte kennenlernen möchte, kann sich am Sonntag, 4. September, 15 bis 17 Uhr, der Niederrhein-Führerin Caroline Weber anschließen. Die Exkursion kostet für Erwachsene fünf und für Kinder von sechs bis 16 Jahren drei Euro.
Treffpunkt ist jeweils das NaturForum Bislicher Insel, Bislicher Insel 11 in Xanten.
Das Veranstaltungsprogramm des Naturforums Bislicher Insel ist unter www.naturforum-bislicher-insel.de abrufbar (Online-Kalender und PDF-Download). Noch mehr Termine zum Thema Umwelt im gesamten Ruhrgebiet stehen unter www.umweltportal.metropoleruhr.de.

Pressekontakt: RVR, NaturForum, Jutta Eckardt, Telefon: 02801/988230, E-Mail: naturforumbislicherinsel@rvr-online.de

26.08.2016, Oberhausen, Freizeit, Umwelt, Vermischtes

Vortrag über Bienen am RVR-Informationszentrum Haus Ripshorst

Oberhausen (idr). "Was Sie schon immer über Bienen wissen wollten...", ist der Titel eines Vortrags, den Heinz Depping, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Oberhausen, am Sonntag, 4. September, hält. Treffpunkt ist der Lehrbienenstand im Gehölzgarten Ripshorst, Ripshorster Str. 306 in Oberhausen. Die Teilnahme beginnt um 11 Uhr und ist kostenlos.
Alle Termine des RVR-Programms "Natur erleben" sowie weitere Veranstaltungen zum Thema Umwelt sind unter www.umweltportal.metropoleruhr.de abrufbar. Im Infopool des Portals stehen zudem die Broschüre "Natur erleben" und weitere Publikationen zum Download bereit.

Pressekontakt: Heinz Depping, Telefon: 0208/861858

25.08.2016, Metropole Ruhr, NRW, Politik, Umwelt

Land und Bund fördern Projekt zur Energiespeicherung unter Tage in Bottrop

Bottrop/Düsseldorf (idr). Das Bergwerk Prosper Haniel könnte nach dem Ende der Bergbaus 2018 zum Ökostrom-Speicher werden. Im Auftag des NRW-Umweltministeriums untersuchen Forscher der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) seit 2012, ob sich hier ein unterirdisches Pumpspeicherkraftwerk bauen lässt – nach 2018, wenn dort Schicht ist. Die heute vorgestellten ersten Ergebnisse sind positiv. Deshalb stellen Land und Bund knapp 850.000 Euro an Fördermitteln für die nächste Realisierungsstufe bereit. Den entsprechenden Förderbescheid übergab NRW-Umweltminister Johannes Remmel heute (25. August) in Bottrop.
In der Studie wurden die Standorte Auguste Victoria in Marl und Prosper Haniel in Bottrop mithilfe von geologischen Untersuchungen auf eine mögliche Nutzung als Speicherkraftwerk untersucht. Das Land NRW und die EU haben diesen ersten Teil des Forschungsvorhabens bereits mit insgesamt 1,3 Millionen Euro gefördert.
Ein solches Kraftwerk würde überschüssigen Strom aus Wind- und Sonnenenergie speichern. Die Methode ist bereits erprobt. Die Akzeptanz überirdischer Werke ist aber schlecht, weil sie viel Platz beanspruchen. Die unterirdische Speicherung in alten Kohleschächten könnte dieses Problem lösen.
Die Vision eines Pumpspeicherwerkes unter Tage könne ein wichtiger Baustein für den Umbau unseres Energiesystems sein, so NRW-Umweltminister Johannes Remmel. Prosper Haniel könnte vom Bergwerk zum Kraftwerk und zur Batterie werden.
Die Experten empfehlen Prosper Haniel als geeigneten Standort, weil der Zustand der Schächte und Anlagen gut ist und auch die technischen Voraussetzungen stimmen. Die Forscher gehen von einem Speichervolumen von 600.000 Kubikmetern aus. Damit ließen sich 450.000 Haushalte vier Stunden lang versorgen.
Allerdings: Derzeit rechnen sich solche Pumpspeicher nicht.
An dem Projekt sind mehrere Institute der Universitäten Duisburg-Essen und Bochum, das Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) sowie die Unternehmen RAG und DMT beteiligt.
Eine Zusammenfassung der Machbarkeitsstudie sowie ausführliche Berichte stehen unter www.upsw.de.
Infos auch unter www.land.nrw

Pressekontakt: NRW-Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Birgit Müller, Telefon: 0211/4566-719, Uni Duisburg-Essen, Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft, Prof. Dr. André Niemann, Telefon: 0201/183-2225, E-Mail: andre.niemann@uni-due.de; Ruhr-Uni Bochum, Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft, Prof. Dr. Hermann-Josef Wagner, Telefon: 0234/32-28044, E-Mail: lee@lee.rub.de

25.08.2016, Dortmund, Hagen, Metropole Ruhr, Kulturelles

Zwei NRW-Förderpreise für junge Künstler aus dem Ruhrgebiet

Düsseldorf/Metropole Ruhr (idr). Die Preisträger des mit 7.500 Euro dotierten Förderpreises des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler 2016 stehen fest. Unter den 16 ausgewählten sind auch zwei Künstler aus dem Ruhrgebiet: In der Sparte "Dichtung, Schriftstellerei" wird die gebürtige Hagener Lyrikerin Sonja vom Brocke ausgezeichnet. Einen der Förderpreise erhält auch die Schauspielerin Merle Wasmuth aus Dortmund.
Gewürdigt werden Leistungen in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik, Film, Theater, Architektur und Medienkunst. In jeder Sparte werden zwei Preise vergeben. Die Auszeichnung wird seit 1957 jährlich von der Landesregierung für überdurchschnittliche Begabungen im Bereich der Kunst verliehen. Die festliche Verleihung der Förderpreise des Landes findet am 14. November 2016 im LWL Museum für Kunst und Kultur in Münster statt.
Infos unter www.land.nrw

Pressekontakt: NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Pressestelle, Telefon: 0211/837-2417, E-Mail: presse@mfkjks.nrw.de