Nachrichten aus der Metropole Ruhr

01.07.2015, Metropole Ruhr, Kulturelles

Zusatzförderung für zwei soziokulturelle Zentren in der Metropole Ruhr

Essen/Wetter (idr). Das NRW-Kulturministerium fördert für die kommenden drei Jahre acht soziokulturelle Zentren für ihre künstlerische Arbeit, darunter das Unabhängige Kulturzentrum Lichtburg Wetter und die Zeche Carl in Essen. Die Einrichtungen erhalten jeweils 40.000 Euro pro Jahr, um ihre Konzepte in den Bereichen interkultureller Dialog und Integration, Kunst und Kultur für Kinder und Jugendliche, generationsübergreifende Arbeit und demographischer Wandel umzusetzen.

Pressekontakt: NRW-Kulturministerium, Pressestelle, Telefon: 0211/837-2417, E-Mail: presse@mfkjks.nrw.de

01.07.2015, Metropole Ruhr, NRW, Politik

Erfolg für Bündnis "Raus aus den Schulden": Bundestag diskutiert am 24. September über Finanzsituation der Kommunen

Mülheim (idr). Am 24. September findet im Bundestag die vom Aktionsbündnis "Raus aus den Schulden - Für die Würde unserer Städte" geforderte Plenardebatte zur Ungleichheit der Lebensverhältnisse in reichen und finanzschwachen Kommunen statt. Das Bündnis plant, am selben Tag eine weitere Kommunalkonferenz in Berlin abzuhalten.
Die Bundestagsdebatte regte eine Delegation des parteiübergreifenden Aktionsbündnisses im Februar bei einem Treffen mit Vertretern des Parlaments und der Bundesregierung in Berlin an. Stadtoberhäupter aus ganz Deutschland und ihre Kämmerer wiesen dabei auf die hohe Schuldenlast ihrer Kommunen hin und forderten eine Neuordnung des kommunalen Finanzsystems.
Das Bündnis "Raus aus den Schulden – Für die Würde unsrer Städte" wurde von Städten und Kreisen der Metropole Ruhr und des Bergischen Landes gegründet und zählt mittlerweile rund 50 Mitgliedskommunen mit mehr als acht Millionen Einwohnern. Sprecher sind Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (SPD) aus Mülheim und der Wuppertaler Oberbürgermeister Peter Jung (CDU).

Pressekontakt: Stadt Mülheim, Volker Wiebels, Telefon: 0208/455-1350, E-Mail: volker.wiebels@muelheim-ruhr.de

01.07.2015, Soziales, Metropole Ruhr, Politik

Positiver Bauvorbescheid für Forensik in Lünen

Lünen (idr). In Lünen soll eine neue Forensik gebaut werden. Die Bezirksregierung Arnsberg hat jetzt einen positiven Bauvorbescheid zur Errichtung einer neuen Maßregelvollzugsklinik auf der Brache Victoria I/II erteilt. Damit bestätigt sie die Standortentscheidung des Landes. Wenn die Stadt nicht gegen den Bescheid klagt, folgen die Vorbereitungen des Grundstückskaufs.
Im Landgerichtsbezirk Dortmund besteht nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums ein erheblicher Mangel an Plätzen für Forensik-Patienten. Die neue Klinik soll 150 Plätze für psychisch kranke und suchtkranke Menschen bieten, die infolge ihrer Krankheit straffällig geworden sind. Der Betrieb soll möglichst bis 2020 starten.

Pressekontakt: NRW-Gesundheitsministeriums, Pressestelle, Telefon: 0211/8618-4246, E-Mail: presse@mgepa.nrw.de

01.07.2015, Metropole Ruhr, Sport und Sportpolitik

Schalke erhöht Zuschauerkapazitäten des Stadions

Gelsenkirchen (idr). Der FC Schalke 04 nutzt die Sommerpause, um weitere Zuschauerplätze zu schaffen. Zum Beginn der Saison 2015/16 sollen bei Bundesliga- und Pokalspielen der Königsblauen 62.271 Menschen im Stadion Platz finden, knapp 300 mehr als bislang. Die Kapazität kann durch den Umbau des Hospitality-Bereichs erhöht werden. Die Vergrößerung macht sich auch bei internationalen Spielen und Konzerten bemerkbar.
Bei der Eröffnung der Veltins-Arena 2001 hatte das Fassungsvermögen noch 60.204 Zuschauer betragen.
Infos: www.schalke04.de

Pressekontakt: FC Schalke 04, Abteilung Medien, Kommunikation und PR, Telefon: 0209/3618-170, E-Mail: medien@schalke04.de

01.07.2015, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung, Umwelt

Fraunhofer-Forscher gewinnen Kraftstoffe aus Stahlwerk-Abgasen

Oberhausen (idr). Die Abgasmengen, die in Stahlwerken entstehen, sind gigantisch: Mehrere Millionen Tonnen Kohlendioxid treten allein aus den Schloten der Duisburger Stahlwerke aus. Doch die Abgase werden nur zu einem kleinen Teil als Strom oder Wärme zurückgewonnen. Wissenschaftler des Oberhausener Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT haben zusammen mit weiteren Fraunhofer-Instituten eine neue Verwertungsmöglichkeit entdeckt: Sie konnten im Labormaßstab aus den Abgasen Kraftstoffe und Chemikalien herstellen.
Die Forscher fermentieren die Gase mit Hilfe genetisch veränderter Bakterienstämme zu Alkoholen und Aceton, setzen beide Stoffe katalytisch zu einem dieselartigen Zwischenprodukt um und stellen daraus Kerosin sowie Spezialchemikalien her. Im nächsten Schritt wollen sie zeigen, dass die Technologie auch mit großen Mengen funktioniert.

Pressekontakt: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Iris Kumpmann, Telefon: 0208/8598-1200, E-Mail: info@umsicht.fraunhofer.de

30.06.2015, Top MR, Herten, Metropole Ruhr, Politik, Umwelt, Wirtschaft

Ruhrwind Herten plant neue Windkraftanlage auf der Halde Hoppenbruch

Herten (idr). Die Windkraftanlage auf der Halde Hoppenbruch in Herten soll im kommenden Jahr erneuert werden. Die Betreibergesellschaft Ruhrwind Herten GmbH plant rund 4,5 Millionen Euro zu investieren, um die seit 1997 laufende Anlage durch ein moderneres und leistungsfähigeres Modell zu ersetzen. Das sogenannte Repowering ist notwendig, weil die Windkraftanlage mit der bisherigen Technik und den Vergütungsregelungen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann.
Alle Gesellschafter der Ruhrwind Herten GmbH werden sich an der Investition zu Rückbau und Erneuerung der Windkraftanlage beteiligen: Der Regionalverband Ruhr (RVR), der mit 51 Prozent die Mehrheit hält, steuert maximal 500.000 Euro bei, von der Hertener Energiehandelsgesellschaft (44 Prozent) kommen bis zu 440.000 Euro. Den Finanzierungsplänen haben die RVR-Verbandsversammlung und der Rat der Stadt Herten in den vergangenen Sitzungen vor der Sommerpause zugestimmt. Ein privater Anteilseigner (fünf Prozent) beteiligt sich mit bis zu 50.000 Euro. Mindestens 80 Prozent des Gesamt-Investitionsbetrags in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro soll über ein KfW-Darlehen finanziert werden.
Zum wirtschaftlichen Hintergrund: Die Hertener Windkraftanlage erzeugt derzeitig durchschnittlich 2.550 MWh Strom pro Jahr. Da die Stromvergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz nach 20 Betriebsjahren abgesenkt wird, würden die Erlöse in Zukunft von steigenden Betriebskosten, u.a. für Wartungen und Reparaturen, aufgezehrt. Die neue Anlage soll jährlich rund 6.700 MWh Strom produzieren.
In der Vergangenheit wurde die Beteiligung des RVR an der Ruhrwind Herten GmbH seitens der Aufsichtsbehörde nur geduldet. Erst nachdem der Landtag das neue Gesetz zur Stärkung des Regionalverbands Ruhr jüngst beschlossen hat, kann der RVR sich intensiv in die weitere Entwicklung der Ruhrwind Herten GmbH einbringen. Die Gesetzesänderung sieht ausdrücklich vor, dass der RVR sich bei Projekten zum Klimaschutz und zur Nutzung erneuerbarer Energien im Verbandsgebiet engagieren darf.
HINWEIS FÜR DIE REDAKTION: Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie unter www.presse.metropoleruhr.de

Pressekontakt: RVR, Pressestelle, Jens Hapke, Telefon: 0201/2069-495, E-Mail: hapke@rvr-online.de; Hertener Stadtwerke GmbH, Kerstin Walberg, Telefon: 02366/307-214, E-Mail: k.walberg@herten.de

30.06.2015, Metropole Ruhr, Umwelt, Vermischtes

Waldbrandgefahr in der Metropole Ruhr nimmt täglich zu

Essen/Gelsenkirchen/Metropole Ruhr (idr). Was Sonnenhungrige freut, bereitet den Förstern des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und des Regionalforstamtes Ruhrgebiet Sorge. Mit zunehmender Hitze und Trockenheit steigt auch die Waldbrandgefahr. Vor allem die Kiefernwälder der Haard, der Üfter Mark und der Hohen Mark, die zu großen Teilen dem RVR gehören, sind gefährdet. Daher hat der Verband auch die Feuerwachttürme im nördlichen Ruhrgebiet bereits besetzt.
Der RVR weist daher nochmal auf die grundsätzlichen Verhaltensregeln im Wald hin: Rauchen ist die größte Gefahrenquelle und deshalb vom 1. März bis zum 31. Oktober verboten. Dasselbe gilt für offenes Feuer sowie Grillen im Wald außerhalb ausgewiesener Feuerstellen.

Pressekontakt: RVR, Pressestelle, Barbara Klask, Telefon: 0201/2069-201, E-Mail: klask@rvr-online.de; Regionalforstamt Ruhrgebiet, Reinhart Hassel, Telefon: 0209/94773-111, E-Mail: reinhart.hassel@wald-und-holz-nrw.de

30.06.2015, Metropole Ruhr, Politik, Wirtschaft

Arbeitslosigkeit in der Metropole Ruhr leicht gestiegen

Düsseldorf/Metropole Ruhr (idr). Anders als in den anderen Landesteilen von NRW ist die Arbeitslosigkeit in der Metropole Ruhr (ohne Kreis Wesel) im Juni leicht gestiegen - von 10,9 im Mai auf 11,0 Prozent. Insgesamt 260.144 Menschen waren ohne Arbeit. Gegenüber dem Vorjahrszeitraum hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Ruhrgebiet verbessert. Im Vergleich zum Juni 2014 sank die Arbeitslosigkeit in der Region um 1,6 Prozent. Lediglich die Agenturbezirke Duisburg und Oberhausen haben im Vorjahresvergleich steigende Arbeitslosigkeit gemeldet.
Landesweit am höchsten sind die Arbeitslosenquoten in Duisburg mit 13,2 Prozent sowie in Dortmund und Gelsenkirchen (12,6 Prozent).

Pressekontakt: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen, Werner Marquis, Aneta Schikora, Telefon: 0211/4306-554, -326, E-Mail: Nordrhein-Westfalen.PresseMarketing@arbeitsagentur.de

30.06.2015, idr-Tipps, Metropole Ruhr, Freizeit, Kulturelles

idr-Tipps

Metropole Ruhr (idr). Schon zum 30. Mal lockt das Festival Bochum Total vom 2. bis 5. Juli wieder hundertausende Musikfans in die Innenstadt. Vier Tage lang gibt es volles Programm mit rund 80 Bands und Künstlern - umsonst und draußen. Mit dabei sind u.a. Joris, Twin Atlantic und Kensington.
Infos: www.bochum-total.de
*
Joachim Witt ("Der goldene Reiter", "Die Flut") ist Top-Act des Castle Rock Festivals am 3. und 4. Juli in Schloß Broich in Mülheim. Ebenfalls mit dabei sind Staubkind und Vlad In Tears, die 2014 zu den Shootingsstars der Darkrock-Szene avancierten. Die weiteste Anreise wird die Band Poisonblack haben, die eigens aus Finnland anreist. Insgesamt elf Gruppen treten beim Festival auf.
Infos: www.castlerock-festival.de
*
International renommierte Kompanien und junge Nachwuchstalente des Physical Theatres treffen sich vom 1. bis 5. Juli zum Full Spin Festival im Maschinenhaus der Zeche Carl Essen. Zu sehen sind 15 Produktionen, die zeigen, was das physische Theater so besonders macht. Unter anderem tritt die französische Kompanie Man Drake mit ihrer Produktion "Anatomia Publica" auf, und Max Merker zeigt seine Hommage an Buster Keaton. Am Samstag findet die Lange Nacht des Physical Theatre statt mit fünf sehr unterschiedlichen Kurzstücken.
Infos: www.fullspinfestival.de
*
Seinen 25. Geburtstag feiert der SommerSound im Musikpavillon des Stadtgartens Gelsenkirchen. An insgesamt fünf Sonntagen spielen jeweils zwei Bands umsonst und draußen. Den Auftakt macht am 5. Juli, 19.30 Uhr, Liedermacherin Claudia Rudek. Ihr folgen um 20.45 Uhr Ina Karian und das Paris La Nuit Quartett, die Gypsy, Rock und Flamenco mischen.
Infos: www.gelsenkirchen.de/de/Kultur
*
Und noch mehr Freiluft-Klänge: Am 4. Juli, 14 bis 22 Uhr, startet im Dortmunder Westpark die diesjährige Reihe Summersounds. Die Deep House-Spezialisten Ingo Sänger, Carsten Helmich und Henry L. sorgen für Electronic Beats. Dazu können Anfänger und Fortgeschrittene beim Slackline Workshop lernen, wie man auf dem trendigen Seil balanciert. Der Eintritt ist frei.
Infos: www.djpicknick.de

Pressekontakt: idr, Telefon: 0201/2069-281, E-Mail: idr@rvr-online.de

30.06.2015, Metropole Ruhr, NRW, Kulturelles

Drehstart für zwei Spielfilme im Ruhrgebiet

Gelsenkirchen (idr). Die Dreharbeiten zu "Junges Licht", dem neuen Kinofilm des preisgekrönten Filmemachers Adolf Winkelmann (u.a. "Contergan", "Jede Menge Kohle", "Die Abfahrer") starten am 6. Juli. Der Film nach dem gleichnamigen Roman von Ralf Rothmann beleuchtet das Nachkriegsdeutschland aus der Sicht eines Zwölfjährigen. Konfrontiert mit Krankheit und Tod, Schuld und Buße, erotischen Verlockungen und einem völlig neuen Gefühl von Freiheit, durchlebt der Junge einen Sommer, in dem sich alles ändert.
In den Hauptrollen sind Charly Hübner, Lina Beckmann, Peter Lohmeyer, Nina Petri, Stephan Kampwirth, Caroline Peters, Ludger Pistor, Jürgen Schornagel und die jungen Darstellern Oscar Brose, Magdalena Matz und Greta Sophie Schmidt zu sehen. Gefilmt wird bis zum 23. August u.a. an Originalschauplätzen in Dortmund, Bochum, Marl und Bottrop.
Ab dem kommenden Wochenende wird auch das Gelsenkirchener Hans-Sachs-Haus zur Filmkulisse: Dann startet die spanische Regisseurin Icíar Bollaín im Rathaus mit den Dreharbeiten für ihren Film "The Olive Tree". Dafür wird im Atrium des Hauses wird ein etwa sieben Meter hoher künstlicher Olivenbaum aufgebaut, der im Mittelpunkt des internationalen Spielfilms steht.
Für den Dreh, der etwa eine Woche dauert, werden noch Komparsen gesucht. Interessenten können sich unter olivenbaum.mf@gmx.de melden.

Pressekontakt: WDR, Presse und Information, Telefon: 0221/220-7100; Stadt Gelsenkirchen, Martin Schulmann, Telefon: 0209/169-2374, E-Mail: martin.schulmann@gelsenkirchen.de