Nachrichten aus der Metropole Ruhr

17.09.2020, Dortmund, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung, Kulturelles

Neue digitale Erzählwelten für Dortmunder Museen: Land fördert Kooperationsprojekt

Dortmund (idr). Das storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund, das Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte und das Museum Ostwall im Dortmunder U entwickeln gemeinsam neue, digitale Erzählwelten. Im Kooperationsprojekt "page21" erarbeiten die Partner innerhalb eines Jahres Themenwelten und neue Erzählungen rund um die Sammlungsstücke. So entstehen eigene Kunstwerke aus neuen Geschichten, die virtuell und interaktiv von den Besucherinnen und Besuchern erlebt werden können. Konkret sollen im kommenden Jahr ein virtueller und interaktiver Raum im Dortmunder U sowie Virtual Reality-Stationen in den Museen entstehen.
Das Projekt wird im Rahmen des Förderschwerpunkts "Neue Künste Ruhr" vom NRW-Kulturministerium mit knapp 343.000 Euro unterstützt.
Das storyLab kiU im Dortmunder U erforscht und zeigt aktuelle Entwicklungen in den Präsentationsformen und Erzählweisen digitaler Medien. Ausgangspunkt sind dabei Projekte der Studierenden des Fachbereichs Design der FH Dortmund.

Pressekontakt: Stadt Dortmund, Pressestelle, Katrin Pinetzki, Telefon: 0231/50-24356, E-Mail: kpinetzki@stadtdo.de

17.09.2020, Soziales, Metropole Ruhr, Bildung

Gelsenkirchener Modellprojekt "Gemeinsam gegen Kinderarmut" zieht Zwischenbilanz

Gelsnkirchen (idr). Nach eineinhalb Jahren haben die Partner des Gelsenkirchener Projekts "Zukunft früh sichern (ZuSi)" eine erste Zwischenbilanz gezogen. Die Stadt Gelsenkirchen und die RAG-Stiftung gehen mit dem Projekt gemeinsam gegen Kinderarmut in Gelsenkirchen vor. In sieben städtischen Kitas im Stadtteil Ückendorf haben die Partner ZUSi-Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter eingesetzt, die die individuellen Stärken von Kindern erkennen und sie durch zusätzliche Angebote fördern. Ziel ist neben der Talentförderung die Armutsprävention und der gelungene Übergang von der Kita zur Grundschule.
Erste Untersuchungen im Rahmen des Projekts haben ergeben, dass nur 45 Prozent der armen Kinder eine altersgemäße Sprachentwicklung haben. Unter den Kindern aus finanziell besser situierten Familien ist dieser Anteil mit 70 Prozent fast doppelt so hoch.
Auch motorisch haben in Ückendorf nur 52 Prozent der armen Kinder, aber 63 Prozent der nicht armen Kinder, mit vier Jahren ein altersgemäßes Entwicklungsniveau erreicht. Hier setzen Angebote wie spielerische Sprachförderung oder Sport-Aktionstage an.
ZuSi ist nach Angaben der Partner das bundesweit erste Projekt, das die konkrete Wirkung mit dem Ziel der Talent- und Potenzialförderung kindscharf im Blick hat. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird es durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik ISS e. V. Erfahrungen und Ergebnisse werden später für die Fachkräfteausbildung bundesweit zur Verfügung gestellt. Das Modellprojekt arbeitet noch bis April 2022 in Gelsenkirchen-Ückendorf.

Pressekontakt: RAG-Stiftung, Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Sabrina Manz, Telefon: 0201/378-3366, E-Mail: sabrina.manz@rag-stiftung.de; Stadt Gelsenkirchen, Referat Öffentlichkeitsarbeit, E-Mail: presse@gelsenkirchen.de

17.09.2020, Gelsenkirchen, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft

Projekt zur IT-Sicherheitsforschung im Ruhrgebiet InSicht.Ruhr startet

Gelsenkirchen/Metropole Ruhr (idr). Die IT-Sicherheitsforschung im Ruhrgebiet soll einen Schub erhalten. Im Rahmen des vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekts InSicht.Ruhr sollen Potenziale der IT-Sicherheitsbranche in Bochum, Essen und Gelsenkirchen gebündelt und für den Strukturwandel und die Lebensqualität im Ruhrgebiet genutzt werden. Gemeinsam mit Partnern startet das Institut Arbeit und Technik (IAT/Westfälische Hochschule Gelsenkirchen) jetzt die Konzeptphase und erarbeitet in den kommenden neun Monaten eine Förder-Strategie.
Das Konzept ist Teil des Bundeswettbewerbs "WIR! – Wandel durch Innovation in der Region", für den InSicht.Ruhr ausgewählt worden war. Mit diesem bewirbt sich das Projekt anschließend für die etwa sechsjährige Umsetzungsphase.
Infos unter www.innovation-strukturwandel.de und www.iat.eu/f

Pressekontakt: Institut Arbeit und Technik, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Claudia Braczko, Telefon: 0209/1707-176, E-Mail: braczko@iat.eu; Dr. Franz Flögel, Telefon: -203, E-Mail: floegel@iat.eu

17.09.2020, Essen, Oberhausen, Metropole Ruhr, NRW, Kulturelles, Vermischtes

Die Zukunft im Blick: LVR zeigt Ruhrgebietsfotografien aus dem RVR-Bildarchiv im Industriemuseum Oberhausen

Oberhausen/Essen (idr). Zum 100-jährigen Bestehen des Regionalverbands Ruhr (RVR) zeigt das LVR-Industriemuseum im Peter-Behrens-Bau in Oberhausen ab dem 20. September 2020 erstmals und in großem Umfang Fotografien aus dem RVR-Fotoarchiv. Mehr als 250 Fotografien spiegeln über den Zeitraum von 100 Jahren das Leben der Menschen wider – inmitten von Zechen, Stahlwerken, Bahndämmen und Schnellwegen sowie im Grünen, in Parks und an und auf den Gewässern an Ruhr und Lippe. Unter dem Titel "Die Zukunft im Blick" dokumentieren die Fotos die Planungs- und Verbandsgeschichte für das Ruhrgebiet. Beispiele zu den Themen Mobilität und Versorgung, Wohnen und Arbeiten sowie Kultur und Freizeit verdeutlichen die Veränderungsprozesse seit der Gründung des Siedlungsverbands Ruhrkohlenbezirk im Jahre 1920.
Zahlreiche Profis wie Laien drückten auf den Auslöser, um die damals für Ausstellungen, Verbandsbroschüren und Pressearbeit benötigten aktuellen Fotos zu erstellen. Bekannte Fotografen der Nachkriegszeit wie Karl Hugo Schmölz und Hans Grempel lieferten Aufnahmen aus der Zeit des Wiederaufbaus nach 1945. Lebensnahe Bilder vom "Ruhrpott" zwischen Industrie und Strukturwandel steuerten Joachim Schumacher und Manfred Vollmer oder Manfred Ehrich seit den 1970er Jahren bei.
Rund 35.000 Bildträger aus dem RVR-Bestand, die der LVR als Depositum aufbewahrt, sind in den vergangenen Jahren in einem Kooperationsprojekt zwischen dem Regionalverband Ruhr (RVR) und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) systematisch untersucht worden. Den Großteil des Bestandes machen originale Glasnegative und verglaste Dias aus der Zeit zwischen den 1920er und den 1950er Jahren aus. Von den Originalvorlagen wurden für die Ausstellung über 160 Fotos hochwertig reproduziert, weitere 150 Aufnahmen sind in Diaprojektionen und digitalen Blätterbüchern zu sehen. Ein digitales Spieleangebot an eigens für die Ausstellung produzierten Medientischen ergänzt die Ausstellung.
"Gemeinsam mit dem Landschaftsverband Rheinland haben wir dem fotografischen Schatz der Region neuen Glanz verliehen und eine Vielzahl der historischen Fotos digitalisiert“, sagt RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel zur Ausstellungspräsentation. „Wir pflegen so auf innovative Art das Erbe des Verbands und machen viele Facetten unserer jahrzehntelangen Arbeit für die Region nachhaltig sichtbar."
LVR-Direktorin Ulrike Lubek ergänzt: "Unsere Verbände mobilisierten erhebliche Ressourcen für dieses Vorhaben, das rechtzeitig zum Jubiläum mit der Ausstellung 'Zukunft im Blick' zu einem ersten Abschluss gebracht wurde. Ein Ergebnis, auf das der LVR sehr stolz ist."
Die Schau ist bis zum 30. Mai 2021 zu sehen.
Infos unter www.industriemuseum.lvr.de und www.100jahre.rvr.ruhr

Pressekontakt: LVR-Industriemuseum, Anette Gantenberg, Telefon: 0208/8579-124, E-Mail: anette.gantenberg@lvr.de; RVR, Pressestelle, Jens Hapke, Telefon: 0201/2069-495, E-Mail: hapke@rvr.ruhr

17.09.2020, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Metropole Ruhr, Umwelt, Vermischtes

Klima Festival Ruhr 2021: RVR und SALON5 suchen junge Festival Blogger

Metropole Ruhr (idr). Einmal von einem Festival berichten, Blicke hinter die Kulissen werfen und bekannte Influencer interviewen: Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren aus der Metropole Ruhr können sich jetzt als Festival-Blogger für das Klima Festival Ruhr 2021 bewerben. Vom 18. bis zum 20. Juni 2021 wird der Revierpark Nienhausen zur Bühne von Talks, Workshops und Lösungsansätzen zum Thema Klimawandel, aber auch von Musik-Acts und künstlerischen Aktionen.
Im Vorfeld hat der Regionalverband Ruhr (RVR) in Kooperation mit der Bottroper Jugendredaktion SALON5 von CORRECTIV das Klima Festival Ruhr online ins Leben gerufen. Das Projekt soll mit einem dreimonatigen Traineeprogramm nicht nur das Engagement für das Klima, sondern auch die Medienkompetenz fördern. Jugendliche, die sich näher mit Videos, Podcasts und dem Klimawandel auseinandersetzen möchten, können sich bis zum 14. Oktober 2020 auf der Webseite www.klimafestival.ruhr bewerben.
Schon im Herbst soll das Training für 25 ausgewählte Jugendliche starten. Geplant sind zum Beispiel Interviews und Workshops unter anderem mit Checker Tobi und Mona Ameziane. Die produzierten Videos und Podcasts werden in den Social Media Kanälen des Klima Festival Ruhr sowie auf der Website www.klimafestival.ruhr veröffentlicht.
Nächstes Jahr im Juni dürfen sich dann die drei besten Trainees als Festival Blogger am Klima Festival Ruhr ausprobieren.
Karola Geiß-Netthöfel, RVR-Regionaldirektorin zum Klima Festival Ruhr: "Der Klimaschutz ist eine der größten globalen Herausforderungen. Wir arbeiten intensiv an diesem Thema und suchen den Diskurs in der Region, um gute und nachhaltige Lösungen für die Metropole Ruhr im Klimaschutz zu finden - auch und gerade mit den jungen Menschen. Schließlich werden sie diejenigen sein, die die Auswirkungen des Klimawandels am deutlichsten zu spüren bekommen." Das Klima Festival Ruhr wird vom RVR veranstaltet und gemeinsam mit Kommunen und Kreisen sowie weiteren Partnern umgesetzt.
Anmeldungen für das dreitägige Festival 2021 sind bereits jetzt möglich. Mehr unter: www.klimafestival.ruhr
HINWEIS FÜR DIE REDAKTIONEN: Die ausführliche Presseinformation sowie in Foto zum Download finden Sie unter www.presse.rvr.ruhr.

Pressekontakt: RVR, Pressestelle, Barbara Klask, Telefon; 0201/2069-201, E-Mail: klask@rvr.ruhr

16.09.2020, Metropole Ruhr, Sport und Sportpolitik, Umwelt

Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung zertifiziert 1. FC Köln

Witten/Köln (idr). Als erster Proficlub erhält der 1. FC Köln das Nachhaltigkeitzertifikat nach den Standards des Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Witten/Herdecke. Für die Auszeichnung musste der Verein anhand von 44 Einzelkriterien sein Engagement in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Soziales nachweisen. Ein abteilungsübergreifendes Nachhaltigkeitsteam arbeitete mehr als sieben Monate auf die Zertifizierung hin.
Infos: www.znu-standard.com

Pressekontakt: Universität Witten/Herdecke, Jan Vestweber, Telefon: 02302/926-946, E-Mail: jan.vestweber@uni-wh.de

16.09.2020, Medizin, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung

Angehende Hebammen, Pfleger und Mediziner trainieren in Bochum mit "Paul"

Bochum (idr). Wenn jede Sekunde zählt: An der Hochschule für Gesundheit in Bochum lernen jetzt Studenten der Hebammenkunde, der Pflege und der Medizin mithilfe eines Simulators den richtigen Umgang mit Frühgeborenen. "Paul" ist eine lebensechte Nachbildung eines in der 28. Schwangerschaftswoche frühgeborenen Kindes mit einem Gewicht von 1.000 Gramm. Er kann auch atmen und stöhnen. Der Simulator wird über einen Computer gesteuert und ist so konstruiert, dass durch die Nachbildung seiner Atemwege auch eine Intubation möglich ist.
Mit "Paul" können die Studenten Handlungsabläufe stressfrei einüben und Szenarien trainieren, die zur Verbesserung der Versorgung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen beitragen.

Pressekontakt: Hochschule für Gesundheit, Dr. Christiane Krüger, Telefon: 0234/77727-124, E-Mail: christiane.krueger@hs-gesundheit.de

16.09.2020, Metropole Ruhr, NRW, Bildung, Wissenschaft und Forschung

Studie zur Digitalisierung der Lehre: Technische Unterstützung fehlt vor allem an Schulen

Hagen (idr). Das digitale Zeitalter ist in vielen Schulen noch nicht angekommen, wie eine Studie der Fernuniversität in Hagen zeigt. 14,7 Prozent der Lehrer an allgemeinbildenden Schulen führten während des Shutdowns keinen Unterricht mehr durch, an Hochschulen waren es nur drei Prozent der Lehrkräfte. Als wesentlichen Grund für den Ausfall gaben die Befragten die fehlende technische und mediendidaktische Unterstützung an.
Besonderheit im schulischen Bereich ist der häufige Einsatz von analogen Arbeitsblättern, Arbeitsheften, Büchern und Texten trotz der Schulschließungen. Rund 40 Prozent der befragten Lehrer halten daran fest, damit auch Schüler ohne Computer, Internetzugang oder Drucker erreicht werden. In Interviews gaben Lehrer an, dass sie ihren Schülern Arbeitsblätter und Texte auf postalischem Wege zugesandt oder persönlich vorbeigebracht hätten.
Infos: www.fernuni-hagen.de/zebo/projekte/coronakrise.shtml

Pressekontakt: Fernuniversität Hagen, Prof. Dr. Julia Schütz, E-Mail: julia.schuetz@fernuni-hagen.de

16.09.2020, Metropole Ruhr, Kulturelles

Schauspielhaus Bochum eröffnet neue Spielstätte für Kinder und Jugendliche

Bochum (idr). Das Schauspielhaus Bochum eröffnet am 27. September mit dem "Theaterrevier" eine neue Bühne für Kinder- und Jugendtheater. In der ehemaligen Zeche Eins werden künftig Aufführungen für ein junges Theaterpublikum gezeigt und Veranstaltungen wie Kongresse, Konzerte und Festivals durchgeführt. Künstlerische und programmatische Entscheidungen trifft ein 15-köpfiger Jugendaufsichtsrat mit Kindern und jungen Erwachsenen zwischen fünf und 21 Jahren. Das NRW-Kulturministerium fördert das Projekt mit 1,3 Millionen Euro.
Eröffnet wird das "Theaterrevier" u. a. mit einem Kunst-Parcours, der unterschiedliche künstlerisch-spielerische Stationen sowie theatrale Elemente vereint. Eröffnungsstück ist "The Last Minutes Before Mars", das bereits am 25. September Premiere feiert.

Pressekontakt: Schauspielhaus Bochum, Alexander Kruse, Telefon: 0234/3333-5523, E-Mail: presse@schauspielhausbochum.de

16.09.2020, Medizin, Metropole Ruhr, NRW, Deutschland, Wissenschaft und Forschung

Essener Mediziner testen Medikament gegen Magersucht

Essen (idr). Medizinern der Universität Duisburg-Essen ist es erstmals gelungen, magersüchtigen Patienten mit einem Medikament zu helfen. Sie konnten den Zustand einer kleinen Testgruppe mit einem Leptin-haltigen Mittel maßgeblich verbessern. Bislang wird Magersucht vornehmlich psychotherapeutisch behandelt.
Leptin ist ein Hormon, das die Anpassung des Körpers an einen Hungerzustand reguliert. Fällt der Leptin-Spiegel im Blut ab, werden zahlreiche körperliche Funktionen auf Sparflamme gesetzt; zugleich kommt es zu einer übermäßigen körperlichen Aktivität.
Bereits nach zwei bis drei Tagen Behandlung mit Leptin besserte sich die Depression der Patienten deutlich. Sie konnten sich besser konzentrieren, ihr Bewegungsdrang verringerte sich, sie entwickelten wieder Interesse an ihrer Umwelt und nahmen vermehrt sozialen Kontakt auf. Sogar essstörungsspezifische Denkweisen wurden abgeschwächt. Die Ergebnisse sollen jetzt in kontrollierten Studien abgesichert werden.

Pressekontakt: Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Johannes Hebebrand, Telefon: 0201/8707-465, E-Mail: johannes.hebebrand@uni-due.de