04.12.2002, Bochum, Gelsenkirchen, Herne, Metropole Ruhr, Freizeit, Tourismus

KVR kauft Pfeilerbrücke der stillgelegten Erzbahntrasse - Lückenschluss für Fahrrad- und Wanderweg

Gelsenkirchen/Bochum/Herne.(idr). Einen "Fahrradweg auf Stelzen" schafft der Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) auf der ehemaligen Erzbahntrasse im Städtedreieck Gelsenkirchen-Bochum-Herne. Heute präsentierte er weitere zwei Kilometer stillgelegter Bahntrassen samt Pfeilerbrücke und drei weiteren Brückenbauten, die der Verband jetzt erworben hat.

 

Die 265 Meter lange, aufgeständerte Pfeilerbrücke ist ein industriegeschichtliches Unikat. Erbaut wurde sie 1918. Als Teil der Erzbahntrasse gehörte sie zum Transportweg zu den Hochöfen des Schalker und des Bochumer Vereins. Nach dem Willen des KVR sollen jetzt Radfahrer und Fußgänger die Strecke erobern. Sie ermöglicht den Lückenschluss zu der bereits ausgebauten Strecke der Kray-Wanner-Bahn.

 

Das Gesamtprojekt "Erzbahntrasse" erschließt die alte Industrietrasse als rund neun Kilometer langen Panoramaweg. Mehr als neun Millionen Euro werden in die Sanierung der zahlreichen historischen Brücken, Durchlass- und Tunnelbauwerke investiert. Allein 3,8 Millionen Euro kosten Erwerb und Sanierung des heute präsentierten zwei Kilometer langen Teilstücks. Die Gesamtkosten werden zu 90 Prozentz vom Land NRW und der EU getragen, zehn Prozent steuert der KVR aus seinen Haushaltsmitteln bei.

Pressekontakt: KVR, Pressestelle, Jens Hapke, Telefon: 0201/2069-495, Fax: -501

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