06.04.2017, Soziales, Metropole Ruhr, NRW, Wissenschaft und Forschung

IAT-Studie zeigt Informationsbedarf Türkeistämmiger zur Pflege im Alter

Gelsenkirchen (idr). Bei älteren Migranten sind ambulante und stationäre Angebote der Pflege im Alter wenig bekannt. Über Leben und Gesundheit im Alter, mögliche Wohn-, Pflege- und Betreuungsangebote fehlen oft Informationen. Das zeigt eine aktuelle Studie, die das Institut Arbeit und Technik (IAT/Westfälische Hochschule) gemeinsam mit dem Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) für den GKV-Spitzenverband erstellt hat.

Mehr als 1.000 Türkeistämmige im Alter von über 50 Jahren wurden im Rahmen der Studie zu ihrer persönlichen Einschätzung des Lebens und Wohnens im Alter bei Pflegebedarf befragt. Daneben wurden Expertengespräche mit Dienstleistern aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft, wohnungswirtschaftlichen Akteuren und Fachleuten aus Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung geführt.

Dabei zeigte sich, dass die Gründe für den Informationsmangel oft in Sprachproblemen, Vorbehalten gegenüber Pflegeinstitutionen, im Vertrauen auf die Pflege durch Kinder und Verwandte oder auch im unübersichtlichen Pflegesystem liegen. Die große Mehrheit möchte auch bei Pflegebedürftigkeit in der eigenen Wohnung bleiben und am liebsten durch Angehörige gepflegt werden.

Rund 30 Prozent der Befragten befürworten aber grundsätzlich das gemeinschaftliche Wohnen bei Pflegebedürftigkeit.

Infos unter www.iat.eu

Pressekontakt: IAT, Christoph Bräutigam, Telfon: 0209/1707-222, E-Mail: braeutigam@iat.eu; Michael Cirkel, Telefon: -344, E-Mail: cirkel@iat.eu

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