17.02.2017, Medizin, Bochum, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung

RUB-Forscher klären, warum wir Links- oder Rechtshänder sind

Bochum (idr). Nicht das Gehirn bestimmt, ob wir Rechts- oder Linkshänder sind, sondern das Rückenmark. Das haben Biopsychologen der Ruhr-Uni Bochum herausgefunden. Sie wiesen mit Kollegen aus den Niederlanden und Südafrika nach, dass die Genaktivität im Rückenmark bereits im Mutterleib asymmetrisch ist. Eine Präferenz für linke oder rechte Hand könnte auf diese Asymmetrie zurückzuführen sein.

Schon ab der achten Schwangerschaftswoche bildet sich eine Präferenz für Bewegungen der linken oder rechten Hand aus. Bisher ging man davon aus, dass der Ursprung der Links- oder Rechtshändigkeit im Gehirn liegt, weil dies die Bewegungen durch Signale an das Rückenmark steuert. In der frühen Phase der Schwangerschaft ist die Verbindung zwischen Großhirnrinde und Rückenmark aber noch gar nicht ausgebildet.

Infos: www.rub.de

Pressekontakt: Ruhr-Uni Bochum, Fakultät für Psychologie, Privatdozent Dr. Sebastian Ocklenburg, Telefon: 0234/32-24323, E-Mail: sebastian.ocklenburg@rub.de; Judith Schmitz, Telefon: -21775, E-Mail: judith.schmitz@rub.de

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