20.03.2017, Soziales, Top MR, Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm

Förderfonds Interkultur Ruhr wird 2017 neu aufgelegt - Integration als Chance für eine solidarische Gesellschaft

Essen/Metropole Ruhr (idr). Der Förderfonds Interkultur Ruhr wird neu aufgelegt. Unterstützt werden vor allem künstlerische, soziokulturelle und interdisziplinäre Initiativen, die die Herausforderungen und die Potentiale eines bereichernden interkulturellen Zusammenlebens im Ruhrgebiet sichtbar machen. Neue Förderanträge können ab sofort eingereicht werden.

Der Förderfonds Interkultur Ruhr wurde Anfang 2016 als gemeinsame Initiative des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und des Kulturministeriums NRW eingerichtet, um ein Klima interkultureller Offenheit in der Metropole Ruhr zu fördern. Nachdem mit seiner Hilfe im letzten Jahr über 40 interkulturelle Projekte in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets realisiert wurden, wird der Förderfonds mit einem Volumen von voraussichtlich 200.000 Euro jetzt neu aufgelegt.

Standen 2016 vor allem kulturelle Perspektiven des Ankommens von Geflüchteten in einer neuen Heimat und Begegnungen zwischen neuen und alten Bürgern im Mittelpunkt, so rücken in der neuen Ausschreibung 2017 das Bleiben, das dauerhafte Miteinander und die langfristigen gesellschaftlichen Veränderungen in den Fokus, die aus Migration entstehen. Gefördert werden Akteure und Institutionen in der Region, die sich vor dem Hintergrund der aktuellen Zuwanderung mit Diversität und Teilhabe in den Stadtgesellschaften des Ruhrgebiets beschäftigen, Kooperationen auf Augenhöhe ermöglichen, sich für die Zusammenarbeit unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen einsetzen und Integration als Chance für eine solidarische Gesellschaft verstehen. Den neuen Förderkriterien hat der RVR-Kulturausschuss mit großer Mehrheit zugestimmt.

Der Förderfonds Interkultur Ruhr richtet sich an alle Sparten und Bereiche des Kulturschaffens, ebenso wie an die Bereiche der kulturellen Bildung und der Soziokultur. Förderberechtigt sind kulturelle Institutionen, Vereine, Verbände und freie Kulturträger, die einen Beitrag zum interkulturellen Leben in der Metropole Ruhr leisten. Bevorzugt werden Projektideen gesucht, in denen Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte als Mit-Initiatoren auftreten.

Förderanträge unter 5.000 Euro können ab dem 17. März jederzeit eingereicht werden. Über diese Anträge wird laufend entschieden. Für Vorhaben mit einem höheren Bedarf gibt es Einreichungsfristen am 30. April und 6. August. Das Team Interkultur Ruhr bietet auf Nachfrage eine aktive Beratung und Vermittlung zwischen Projektinitiatoren und potentiellen Partnerorganisationen an.

Antragstellung und weitere Informationen: www.interkultur.ruhr

Pressekontakt: RVR, Pressestelle, Jens Hapke, Telefon: 0201/2069-495, E-Mail: hapke@rvr-online.de; Interkultur Ruhr, Kommunikation, Guido Meincke, Telefon: 0152/54009304, E-Mail: gm@interkultur.ruhr

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