09.08.2018, Medizin, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung

Essener Mediziner untersuchen Wirkungsweise von Plazebos

Essen (idr). Die Vorgänge im Gehirn beim Plazeboeffekt haben Mediziner der Universität Duisburg-Essen untersucht. Gemeinsam mit US-Kollegen analysierten sie rund 600 MRT-Bilder, um zu verstehen, mit welchen Mechanismen Scheinarzneimittel den Schmerz reduzieren. Sie fanden heraus, dass Plazebos die Schmerzleitung im Gehirn nur sehr wenig verändert. Damit allein kann das Ausmaß des schmerzlindernden Effektes nicht erklärt werden. Deshalb müssen auch die Gehirnnetzwerke reagieren, die an der kognitiven und emotionalen Schmerzverarbeitung beteiligt sind.

Die Mediziner haben damit gezeigt, dass der Plazeboeffekt deutlich anders wirkt als echte Schmerzmittel. Diese beeinflussen die Schmerzleitung im Gehirn zehnmal stärker bei gleichem schmerzlinderndem Effekt.

Pressekontakt: Universität Duisburg-Essen, Prof. Ulrike Bingel, Telefon: 0201/723-2401, E-Mail: ulrike.bingel@uk-essen.de

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