13.06.2018, Medizin, Metropole Ruhr, NRW

RWI-Studie: Private Kliniken mit guter wirtschaftlicher und medizinischer Qualität

Essen (idr). Deutsche Krankenhäuser in privater Trägerschaft sind im Durchschnitt deutlich ertragskräftiger als freigemeinnützige oder öffentlich-rechtliche Krankenhäuser. In ihrer Ausstattung und der Zufriedenheit der Patienten liegen sie gleichauf mit Kliniken anderer Träger. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Hochschule Fresenius. Ausgewertet wurden zahlreiche Krankenhaus-Kennziffern aus den Jahren 1996 bis 2016.

94 Prozent der privaten Krankenhäuser waren 2016 investitionsfähig und konnten damit ihre Unternehmenssubstanz nachhaltig erhalten. Bei den kommunalen Kliniken traf das auf 66 Prozent, bei den freigemeinnützigen auf 79 Prozent zu. Zudem nehmen die privaten Kliniken deutlich weniger öffentliche Fördermittel in Anspruch und zahlten im Jahr 2016 mit rund 182 Millionen Euro deutlich mehr Gewinnsteuern als andere Träger.

Der Marktanteil der privaten Krankenhäuser hat sich zwischen 2006 und 2015 erhöht: bezogen auf die Anzahl der Versorgungskrankenhäuser um 6,7 Prozentpunkte, bezogen auf die Zahl der Betten um 4,7 Prozentpunkte und bezogen auf die Zahl der Fälle um 4,1 Prozentpunkte.

Infos: www.rwi-essen.de

Pressekontakt: RWI, Prof. Dr. Boris Augurzky, Telefon: 0201/8149-203, Pressestelle, Sabine Weiler, Telefon: -213, E-Mail: sabine.weiler@rwi-essen.de

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