14.08.2019, Metropole Ruhr, NRW, Bildung, Wissenschaft und Forschung

Bildungsstudie: Mehr Unterricht verhilft zu höherem Einkommen

Essen (idr). Wer ab der ersten Klasse länger die Schulbank drückt, verdient später mehr Geld. Zu diesem Schluss kommen Ökonomen der Universität Duisburg-Essen. Sie haben mit schwedischen Kollegen zwei historische Schulreformen in dem skandinavischen Land analysiert. Die beiden Reformen verlängerten die Pflicht-Schulzeit in Schweden: Zunächst wurde der Unterricht von 34,5 auf 39 Wochen pro Schuljahr ausgeweitet, später mussten die Kinder dann sieben statt sechs Klassen absolvieren. Da die Lehrpläne unverändert blieben, wurde der Unterricht deutlich entzerrt.

Die zentralen Ergebnisse: Mehr Unterrichtswochen ab der ersten Klasse erhöhten das spätere Einkommen um fünf Prozent. Ein zusätzliches Schuljahr am Ende der Grundschulzeit brachte zwei Prozent. Insbesondere Frauen profitierten durch den frühzeitig ausgeweiteten Unterricht. Sie entschieden sich öfter für gut bezahlte Berufe, in denen auch theoretische Fähigkeiten benötigt werden.

Pressekontakt: Universität Duisburg-Essen, Prof. Martin Karlsson, Nina Schwarz, Telefon: 0201/18-3376, -36965, E-Mail: martin.karlsson@uni-due.de, nina.schwarz@uni-due.de

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