11.12.1998, Duisburg, Metropole Ruhr, NRW, Umwelt, Verkehr, Wirtschaft

Pilotprojekt: Schwertransporte auf Wasserstraßen?

Duisburg/Kreis Wesel.(idr). Umsatzeinbußen und harter Wettbewerb drücken die Binnenschiffahrt. Jetzt soll ein Pilotprojekt des Bundesverkehrsministeriums, des Bundesverbandes der deutschen Binnenschiffahrt in Zusammenarbeit mit Straßenverkehrsämtern klären, ob und wie eine Verlagerung von Schwertransporten von der Straße auf Binnenwasserwege möglich ist. Für Nordrhein-Westfalen beteiligen sich Duisburg und der Kreis Wesel.In einer ersten Stufe haben die Genehmigungsbehörden alle über Straßen abgewickelten Schwertransporte gemeldet. Ergebnis: Allein im Stadtgebiet Duisburg sind im Monat Oktober 410 tonnenschwere Lasten über den Asphalt gerollt worden - mit zum Teil erheblichem Aufwand: Oft mußten Ampeln demontiert, Straßen gesperrt oder Bäume gefällt werden. Insgesamt wurden innerhalb von vier Wochen aus den beteiligten Ämtern rund 2.000 Transporte gemeldet.Nach der Auswertung der Daten soll voraussichtlich im April nächsten Jahres die zweite Projektstufe starten: Vor der Genehmigung von Schwertransporten müssen dann auch Angebote der Binnenschiffahrt eingeholt werden. Obwohl der wirtschaftliche Vergleich bereits seit Jahrzehnten gesetzlich festgeschrieben ist, wurde er in der Praxis kaum durchgeführt. Probleme könnte es deshalb vor allem mit der Kalkulation der Straßentransporte geben.Bis dahin soll auch eine Schwergutfibel erstellt werden, die als Orientierungshilfe an die Behörden ausgegeben wird. Darin finden sich dann Wasserstraßen-Verläufe, Umschlagplätze und Adressen in Frage kommender Unternehmen.Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt, Erwin Spitzer, Telefon: 0203/80006-42, Fax: -21

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