09.07.1999, Essen, Metropole Ruhr, NRW, Deutschland

Neues Diagnoseverfahren fürs Schleudertrauma - Halskrause schadet eher

Essen.(idr). Bislang mußten sich Ärzte auf die Angaben der Patienten verlassen, wenn es darum ging, Stärke und Dauer eines Schleudertraumas festzustellen. In der Neurologischen Klinik des Essener Universitätsklinikums ist jetzt ein "Druckalgometer" entwickelt worden, über das objektive Ergebnisse über die Intensität des Schmerzes und die Wirksamkeit der Therapie ermittelt werden können.Für diese Arbeit wurde der federführende Arzt, Privatdozent Dr. Matthias Keidel, mit dem europaweit ausgeschriebenen MSEEG (Muscle-Spasm European Expert Groupt)-Preis ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ging erstmals an einen deutschen Forscher.Ein Ergebnis der neuen Untersuchungsmethode: Halskrausen sind in den meisten Fällen von Schleudertrauma eher schädlich. Nur wenn Wirbelkörper verletzt seien und massive Funktionsstörungen der Halswirbelsäule diagnostiziert würden, sei eine Krause notwendig.

Pressekontakt: Universität Essen, Pressestelle, Monika Rögge, Telefon: 0201/183-2085, Fax: -3008

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