06.12.2000, Gelsenkirchen, Metropole Ruhr, NRW, Wirtschaft

DGB-Bildungswerk und IAT befragten Freelancer - Angebot für Kleinstunternehmer erweitern

Gelsenkirchen.(idr). Die Zahl der "Freelancer" im Bereich des Neuen Marktes wächst - und damit auch der Beratungs-, Betreuungs- und Qualifizierungsbedarf in diesem Bereich. Nach der "Goldgräberstimmung" der Anfangszeit, so stellten das DGB-Bildungswerk NRW. e. V. und das Institut Arbeit und Technik (IAT), Gelsenkirchen, jetzt in einer Untersuchung fest, rücken den Kleinstunternehmern die Risiken dieser Erwerbsform ins Blickfeld.

 

205 Selbstständige haben sich an einer Online-Befragung des IAT beteiligt. Demnach ist der "typische Freelancer" männlich, zwischen 30 und 50 Jahre, hat einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss und arbeitet in den Bereichen "Projektmanagement", "Webdesign" oder "Softwareentwicklung". 47 Prozent der Befragten gingen als Quereinsteiger in die Selbstständigkeit.

 

Gearbeitet wird hart: 43 Prozent gaben an, länger als 50 Stunden in der Woche zu arbeiten, davon 7,3 Prozent sogar über 70 Wochenstunden.

 

Der größte Weiterbildungsbedarf wurde im Fachlichen angemeldet. Den Gewerkschaften gegenüber blieben die "Freelancer" trotzdem skeptisch.

 

Auf der Basis der Untersuchung wurden jetzt neue Weiterbildungsangebote und Expertenchats entwickelt. Anfang 2001 wird ein Online-Ratgeber zur kostenlosen Nutzung bereitgestellt (www.e-lancer-nrw.de).

Pressekontakt: IAT, Achim Vanselow, Telefon: 0209/1707-185; DGB-Bildungswerk NRW e. V, Olaf Schröder, Telefon: 0211/3683-190

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