01.10.2001, Gelsenkirchen, Metropole Ruhr, NRW, Deutschland

Frittenfett statt Benzin: FH-Student sucht neue Anwendungen für Altöl

Gelsenkirchen.(idr). Von der Frittenbuden in den Autotank: Wolfgang Stürzebecher von der Fachhochschule Gelsenkirchen hat neue Verwendungen für Altöl gefunden, in dem bereits Kartoffelstäbchen schwammen. Für seine Diplomarbeit wurde der Absolvent jetzt mit dem mit 5.000 Mark dotierten Energie- und Umweltpreis der Gelsenkirchener E.ON Engineering GmbH ausgezeichnet.

 

Viele tierische Altfette und Altöle fallen jährlich in Deutschlands Großküchen und Schlachtereien an. Von Wasser und Feststoffen befreit wurde bisher der größte Teil in der Tiermast verfüttert. Seit der BSE-Krise ist dies jedoch verboten.

 

Der Gelsenkirchener Student erforschte, wie aus altem Fett und Öl durch Reinigung und chemische sowie biologische Verarbeitung Brennstoffprodukte werden, und erhielt vier neue Energielieferanten: gereinigte Altfette, Biodiesel, Biogas und Wasserstoff. Die so gewonnene Energie kann beispielsweise ein Auto antreiben, aber auch in der Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden oder als Wasserstoff den Brennstoff für die Brennstoffzelle liefern.

 

Die Wirtschaft hat bereits Interesse an der Entwicklung gezeigt.

Pressekontakt: Fachhochschule Gelsenkirchen, Prof. Dr. Rainer Braun, Telefon: 0209/9596-300, -315, Fax: -298

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