06.08.2004, Essen, Metropole Ruhr, Kommunalpolitik, Verkehr, Vermischtes, Wirtschaft

Gemeinsame Ideen zum Thema Bevölkerungswandel über Stadtgrenzen hinweg entwickeln

Essen.(idr). Gemeinsame Lösungsansätze für den Bevölkerungswandel wollen die Städte Essen, Bochum und Gelsenkirchen unter Federführung des Kommunalverbandes Ruhrgebiet (KVR) finden.

 

In dem Projekt "Interkommunale und regionale Anpassungsstrategien im Rahmen der Infrastrukturplanung bei sich wandelnder Bevölkerung im Ruhrgebiet" sollen in den kommenden zwei Jahren vor allem die Folgen der Bevölkerungsentwicklung für kommunale Leistungen und die Infrastrukturausstattung und -erhaltung abgeschätzt und modellhafte Lösungen erarbeitet werden.

 

Das Besondere: Für das Gemeinschaftsprojekt arbeiten erstmals Stadtkämmerer und Stadtplaner Hand in Hand. Zudem ist das Projekt über die Grenzen dreier Regierungsbezirke hinweg angelegt.

 

Auch deshalb hat das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung das Gemeinschaftsprojekt in einem bundesweiten Wettbewerb als eines der Modellvorhaben für Raumordnung (MORO) "Infrastruktur und demographischer Wandel" ausgewählt und 80.000 Euro Fördersumme in Aussicht gestellt. Der Bewilligungsbescheid wird im September 2004 erwartet, danach startet die praktische Arbeit.

 

Arbeitsgrundlage ist eine aktuelle Studie des KVR zur "Kommunalen Daseinsvorsorge bei rückläufiger Bevölkerung", in der über 120 Aufgabenbereiche der kreisfreien Städte im Ruhrgebiet analysiert worden sind. Die wissenschaftliche Begleitung des Gesamtprojekts übernimmt der renommierte Finanz- und Raumwissenschaftler Professor Martin Junkernheinrich.

Pressekontakt: KVR, Siegfried Bleck, Telefon: 0201/2069-246

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