31.03.2004, Bochum, Metropole Ruhr, NRW, Vermischtes

Kamera ab! Prof. Klaus Tenfelde plädiert für eigenes Ruhrgebiets-TV

Bochum.(idr). Der Bochumer Historiker und Vorsitzende der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets Prof. Dr. Klaus Tenfelde hält ein eigenes WDR-TV-Programmfenster für das Ruhrgebiet für unverzichtbar: "Es kann nicht sein, dass das Ruhrgebiet von vier Lokalzeit-Redaktionen aus bedient wird und nicht ein eigenes TV-Regionalfenster besitzt." Im Moment berichtet der WDR mit der TV-Sendung Lokalzeit über das Ruhrgebiet aus den Studios Düsseldorf, Münster, Essen und Dortmund.

 

"Medien", so Tenfelde, "sind für die Identitätsbildung einer Region wichtig, und zu berichten gibt es aus der Region genug." Kultur, Politik und Sport würden genug Themen hergeben, die für das gesamte Ruhrgebiet interessant wären.

 

Die Aufteilung der Lokalzeit-Regionen hält Tenfelde für künstlich: "Ich wohne in Bochum-Gerthe und erfahre nicht, was nur ein paar Meter weiter in Dortmund passiert", so der Historiker. Für das Regionalbewusstsein des Ruhrgebiets, meint Prof. Tenfelde, sei auch eine Berichterstattung des WDR für die gesamte Region unverzichtbar: "Ich bin für eine Lokalzeit Ruhr, die über das gesamte Ruhrgebiet berichtet."

Pressekontakt: Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Prof. Klaus Tenfelde, Telefon: 0234/322-4687

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