30.11.2004, Essen, Metropole Ruhr, NRW, Deutschland, Politik, Wirtschaft

RWI: Minijobs müssen für Arbeitslose attraktiver werden

Essen.(idr). Die Rückführung von Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt ist durch die Minijobs bislang nicht in großem Ausmaß gelungen. Das zeigt eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen im Auftrag der Minijob-Zentrale. Um das Angebot für Arbeitslose attraktiver zu gestalten, schlägt das RWI "erweiterte Minijobs" mit erhöhter Einkommensgrenze vor.

 

Durch die im April 2003 eingeführten Minijobs sind viele zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten entstanden. Sie werden jedoch vor allem von Schülern, Studenten, Azubis, Hausfrauen und Rentnern genutzt. Nur knapp acht Prozent der Minijobber waren unmittelbar vor der Reform arbeitslos gemeldet. Dagegen waren 15 Prozent zuvor sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

 

Bei den "erweiterten Minijobs" für Arbeitslose könnte die Einkommensgrenze für bis zu 24 Monate auf 800 Euro im Monat verdoppelt werden. Diese Regelung, so das RWI, solle jedoch nur für Personen gelten, die seit mindestens sechs Monaten arbeitslos gemeldet sind. Das RWI schätzt, dass durch ein solches Programm bis zu 500.000 Arbeitslose zusätzlich Minijobs aufnehmen würden.

Pressekontakt: RWI, Michael Fertig, Telefon: 0201/8149-201, Pressestelle, Sabine Weiler, Telefon: -213

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