22.02.2005, Essen, Metropole Ruhr, NRW, Deutschland, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft

Stifterverband: Forschungsausgaben steigen wieder leicht

Essen.(idr). Nachdem die deutsche Wirtschaft 2004 ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung zurückgefahren hat, will sie in diesem Jahr wieder stärker in diesem Bereich investieren. Das zeigt eine Erhebung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft in Essen.

 

45,9 Milliarden Euro - 1,7 Prozent weniger als 2003 - gaben die Unternehmen nach jetzigem Kenntnisstand im vergangenen Jahr für Forschung und Entwicklung aus. Für dieses Jahr werden Ausgaben in Höhe von 47 Milliarden Euro (plus 2,4 Prozent) vorausgesagt. Der Trend wird vor allem durch die Automobilindustrie beeinflusst: Jeder dritte Forschungs-Euro wird für den Kraftfahrzeugbau ausgegeben.

 

Der Stifterverband fordert eine nachhaltige Stärkung des Forschungsstandortes, denn Innovationen seien entscheidend für das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Die Rahmenbedingungen für private Forschungsinvestitionen müssten deutlich verbessert und die staatliche Unterstützung aufgestockt werden.

 

Die Innovationsdynamik der Wirtschaft, so der Verband, zeige sich vor allem beim Anteil ihrer Forschungsaufwändungen am Bruttoinlandsprodukt. Dieser Anteil lag 2003 in Deutschland bei 1,78 Prozent. Damit liegt Deutschland im weltweiten Vergleich auf Platz acht, hinter Israel, Schweden, Finnland, Japan, Korea, den USA und der Schweiz.

Pressekontakt: Stifterverband, Dr. Christoph Grenzmann, Telefon: 0201/8401426, E-Mail: grenzmann@stifterverband.de

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