06.02.2006, Witten, Metropole Ruhr, NRW, Bildung, Sport und Sportpolitik

TV-Geld bringt keinen fußballerischen Erfolg

Witten.(idr). Die sportlichen Erfolge der Fußballvereine hängen nicht von der finanziellen Unterstützung aus TV-Geldern ab. Zu diesem Schluss kommt die Universität Witten/Herdecke nach einer Untersuchung von zwölf europäischen Ligen. Eine weitgehende Gleichverteilung der Fernsehgelder unter den Vereinen ist demnach kein Garant für einen ausgeglichenen Wettbewerb in der Fußball-Bundesliga.

 

Nach dem gerade beschlossenen Verteilungsschlüssel für Zuwendungen aus dem Erlös der Übertragungsrechte werden die Clubs künftig leistungsbezogener belohnt. Demgegenüber argumentieren kleinere Vereine, dass das Geld möglichst gleich verteilt werden müsse, um das Leistungsgefälle auszugleichen. Einen solchen Zusammenhang gibt es laut Studie jedoch nicht.

 

In Italien z.B. haben die größeren Vereine durch den TV-Rechteverkauf in den vergangenen Spielzeiten bis zu 90 Millionen Euro eingenommen, kleinere kamen nur auf fünf Millionen. Trotzdem gehört die "Seria A" zu den ausgeglichensten und spannendsten Ligen.

Pressekontakt: Universität Witten/Herdecke, Prof. Dr. Bernd Frick, Telefon: 02302/926-575, E-Mail: bfrick@uni-wh.de

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