23.01.2008, Gelsenkirchen, Metropole Ruhr, Kulturelles

Gelsenkirchener Arbeitersiedlung wird unter Denkmalschutz gestellt

Gelsenkirchen.(idr). Die Stadt Gelsenkirchen kann die Siedlung "Flöz Dickebank" unter Denkmalschutz stellen. Die Bezirksregierung Münster gab dafür jetzt grünes Licht und genehmigte die Denkmalbereichssatzung.

 

Die Arbeiterkolonie dokumentiert den Wandel der Wohnverhältnisse über fast ein Jahrhundert. 1872 wurde die Siedlung unter dem Namen "Ottilienaue" erbaut, als die Zechen Holland, Alma und Rheinelbe in großer Zahl Zuwanderer anzogen. Weitere Siedlungsteile kamen 1903 hinzu, 1952 wurden die im Weltkrieg zerstörten Häuser durch Neubauten ersetzt. In einer vierten Bauphase ab 1976 lösten modernisierte Altenwohnungen einige der Siedlungshäuser ab.

 

Überregional bekannt wurde der "Flöz Dickebank" in den 1970er Jahren, als sich die Bewohner gegen einen Abriss der Siedlung wehrten. Heute ist die Siedlung Teil der "Route der Industriekultur".

Pressekontakt: Bezirksregierung Münster, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0251/411-1066, E-Mail: pressestelle@brms.nrw.de

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