30.11.2018, Soziales, Duisburg, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung

Duisburger Student untersucht Antwortverhalten von Politikern - weniger Antworten für Fragesteller mit ausländischem Namen

Duisburg/Essen (idr). Ob sich ein Paul Schmidt oder ein Murat Yilmaz bei Politikern erkundigt, macht offenbar einen Unterschied. Das legt eine Feldstudie nahe, die ein Politikwissenschaftler der Uni Duisburg-Essen durchgeführt hat. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit hatte der junge Wissenschaftler allen 709 Abgeordneten des Deutschen Bundestages eine Anfrage geschickt. Der Absender hieß entweder Paul Schmidt oder Murat Yilmaz. Ergebnis: Der Deutsche mit dem Namen nach ausländischen Wurzeln bekam im Schnitt seltener und kürzere Antworten auf die Fragen. Hat dagegen der Abgeordnete selbst einen Migrationshintergrund, antworteten seine Mitarbeiter Paul Schmidt weniger häufig – ein gegenläufiger Effekt.

Bachelorarbeit unter duepublico.uni-duisburg-essen.de

Pressekontakt: Uni Duisburg-Essen, Empirische Politikwissenschaft, Prof. Achim Goerres, Telefon: 0203/379-1385, E-Mail: achim.goerres@uni-due.de; Jakob Kemper, E-Mail: jakob.kemper@stud.uni-due.de

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