08.01.2019, Medizin, Metropole Ruhr

Tetris kann bei Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen helfen

Bochum (idr). Das Spielen des Computerspiels Tetris könnte Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung helfen, unwillkürlich wiederkehrende bildliche Erinnerungen an traumatische Erlebnisse abzuschwächen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Ruhr-Universität Bochum, die eine Studie zusammen mit dem Karolinska Institutet in Schweden durchgeführt haben.

An der Studie nahmen 20 Patienten teil, die zu einer regulären Therapie für sechs bis acht Wochen stationär in Behandlung waren. Neben den üblichen Einzel- und Gruppentherapien absolvierten sie eine spezielle Intervention: Sie schrieben eine ihrer belastenden Erinnerungen auf ein Blatt. Anschließend spielten sie 25 Minuten lang Tetris auf einem Tablet. Die Häufigkeit des entsprechenden Flashbacks ging spezifisch in den Tagen und Wochen nach der Intervention zurück.

Als Grund vermuten die Wissenschaftler, dass ein Bild der belastenden Erinnerung in Gehirn-Arealen entsteht, die auch für das Spielen von Tetris genutzt werden. So komme es zur Interferenz.

Pressekontakt: LWL-Universitätsklinikum Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Henrik Kessler, Telefon: 0234/50773176, E-Mail: henrik.kessler@rub.de

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