16.04.2019, Metropole Ruhr, Umwelt, Vermischtes, Wirtschaft

RVR und Kammer thematisieren Flächenverbrauch in der Landwirtschaft

Dorsten/Metropole Ruhr (idr). Der 6. Runde Tisch zwischen Regionalverband Ruhr (RVR) und Landwirtschaftskammer am Hof Punsmann in Dorsten hat sich mit den aktuell vorliegenden Zahlen zu Landwirtschaft und Gartenbau in der Metropole Ruhr beschäftigt. Danach ist die Landwirtschaft mit 37 Prozent der Gesamtfläche nicht länger größter Flächennutzer im Ruhrgebiet wie noch vor sechs Jahren. Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen liegt inzwischen mit über 39 Prozent höher und wird tendenziell weiter steigen.

"Um die Landwirtschaft im Ruhrgebiet zu sichern, dürfen unsere Flächen nicht weiter in größerem Umfang für Wohnungsbau, Verkehr, Industrie und Gewerbe verloren gehen", so die Forderung von Dr. Martin Berges, Kammerdirektor der Landwirtschaftskammer NRW. "Bei Planungsentscheidungen sollte so sparsam wie möglich mit diesen fruchtbaren Böden umgegangen werden."

Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel als Regionalplanungsbehörde verspricht einen schonenden Umgang mit den wertvollen Agrarflächen: "Die urbane Landwirtschaft sichert nicht nur die verbrauchernahe Lebensmittelerzeugung. Die Freiflächen sorgen vor allem als Frischluftschneisen für den klimatischen Ausgleich im Ballungsraum."

Etwa 37 Prozent der Gesamtfläche werden landwirtschaftlich und gartenbaulich genutzt. Rund 4.100 Betriebe erzeugen Nahrungsmittel auf einer Fläche von rund 165.000 Hektar. Fast 3.000 Betriebe davon bewirtschaften eine Fläche von mindestens fünf Hektar.

Damit die Menschen mehr über Landwirtschaft im Ruhrgebiet und die regionalen Versorgungsstrukturen erfahren, soll eine Route der urbanen Agrarkultur durch die Metropole Ruhr konzipiert werden. Im Rahmen des Bundesforschungsprojekt CoProGrün werden zurzeit drei Teilrouten für das östliche Emschertal erarbeitet, die voraussichtlich im Herbst 2019 vorgestellt werden.

In der Runde zwischen RVR und Landwirtschaftskammer NRW wird regelmäßig über Chancen und Probleme der professionell betriebenen Landwirtschaft im Ruhrgebiet und deren Bedeutung für eine nachhaltige Regionalentwicklung diskutiert.

Pressekontakt: RVR, Pressestelle, Barbara Klask, Telefon: 0201/2069-201, E-Mail: klask@rvr.ruhr

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