11.09.2019, Medizin, Metropole Ruhr, NRW, Wissenschaft und Forschung

Bochumer Medizinstudenten können psychiatrische Untersuchungen mit Avataren üben

Bochum (idr). Medizinstudenten der Ruhr-Universität Bochum haben ab dem Sommersemester kommenden Jahres die Möglichkeit, psychiatrische Untersuchungsgespräche mit Avataren zu führen. Ausgestattet mit einer Virtual-Reality-Brille treffen sie die virtuellen Patienten in einem dreidimensionalen Raum zur Untersuchung. So sollen die Studenten das Gespräch mit Patienten aller Krankheitsbilder und Schweregrade üben.

Bei der Diagnostik psychischer Erkrankungen kommt es nicht nur darauf an, was ein Patient sagt. Auch Stimme, Mimik und Körperhaltung müssen beobachtet und bewertet werden. Die Avatare repräsentieren verschiedene psychische Probleme, an die ihre Körpersprache angepasst wird. Außerdem erhält jeder virtuelle Patient eine Biografie und kann gemäß seiner Erkrankung auf bestimmte Schlüsselfragen antworten. Hunderte Seiten Anweisungen für Dialoge existieren bereits.

Pressekontakt: LWL-Universitätsklinikum Bochum, Prof. Dr. Georg Juckel, Telefon: 0234/5077-1100, E-Mail: georg.juckel@rub.de

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