05.11.2019, idr-Tipps, Metropole Ruhr, Freizeit, Kulturelles

idr-Tipps

Metropole Ruhr (idr). Dichter Rodolfo, Maler Marcello, Musiker Schaunard und Philosoph Colline kommen mehr schlecht als recht über die Runden. Sie leben auf dem schmalen Grat zwischen der Realität des Überlebens und der Flucht in die selbstgeschaffene Welt der Kunst. Doch als Rodolfo sich in die todkranke Mimi verliebt, wird die Realität zur unbezwingbaren Macht. Der junge Regisseur Philipp Westerbarkei inszeniert Giacomo Puccinis Oper "La Bohème" für die Deutsche Oper am Rhein. Die Oper feiert am 8. November, 19.30 Uhr, Premiere am Theater Duisburg.

Infos: www.theater-duisburg.de

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"Les Noces / Sacre" ist der Tanzabend zur Musik von Igor Strawinsky getitelt, der am 10. November, 18 Uhr, Premiere am Gelsenkirchener Theater im Revier feiert. Einst skandalumwittert, zählt "Le sacre du printemps" (Das Frühlingsopfer, 1913) zu den Meisterwerken des 20. Jahrhunderts. Die Choreografie stammt von dem israelisch-niederländischen Choreografen-Duo Uri Ivgi und Johan Greben. In "Les Noces" (1923) beschreibt Strawinsky die archaischen Riten einer russischen Bauernhochzeit. Der italienische Choreograf Mauro Bigonzetti hat das Stück kreiert.

Infos: www.musiktheater-im-revier.de

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Amal Omran entschließt sich, ihre Eltern in Syrien zu besuchen. Bei der Einreise wird sie von einem Offizier verhört, der vom syrischen Schauspieler Mouayad Roumieh verkörpert wird. Während des Gesprächs verschieben sich die Realitäten. Befragt der Offizier die Schauspielerin oder die Aktivistin? Repräsentiert er vielleicht sogar einen Schauspieler einer jüngeren Generation, der seine ehemalige Lehrerin befragt? In dem Stück "Reine Formsache" am Mülheimer Theater an der Ruhr suchen zwei Schauspieler nach ihrer künstlerischen Identität als professionelle Darsteller. Premiere ist am 9. November, 19.30 Uhr. Nächster Termin: 10. November, 18 Uhr.

Infos: www.theater-an-der-ruhr.de

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Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls zeigt das Theater Dortmund das Solo "Helden wie wir" von und mit Andreas Beck. Der Monolog nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Brussig erzählt satirisch die Geschichte des DDR-Bürgers und Versagers Klaus Uhltzscht, der seinem Minderwertigkeitskomplex mit umso ausgeprägterer Phantasie sowie mit Hang zu Größenwahn und sexuellen Perversionen begegnet - bis zum 9. November 1989, dem Tag, an dem er mit runtergelassener Hose vor der Mauer steht. Das Stück feiert am 9. November, 20 Uhr, Premiere im Studio des Schauspielhauses.

Infos: www.theaterdo.de

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Das Museum Folkwang Essen richtet mit der Ausstellung "Der montierte Mensch" den Blick auf das Verhältnis zwischen Mensch und Technik der letzten 120 Jahren. Vom 8. November bis 15. März spannt die Schau einen großen zeitlichen und medialen Bogen: Sie zeigt Kunst als Spiegel der Industrialisierung, Technisierung und Digitalisierung. Zu sehen sind mehr als 200 Werke vom Futurismus bis zur Gegenwartskunst. Zu den Arbeiten gehören neben Malerei, Skulptur, Grafik und Fotografie auch Video- und Performancekunst.

Infos: www.museum-folkwang.de

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Fatou ist am 9. November Gast der Reihe "Listening Sessions", die Interkultur Ruhr mit weiteren Partner präsentiert. Fatou legte schon als Teenager lange Strecken zwischen den verschiedenen Plattenläden europäischer Metropolen zurück. Gesucht hat sie Musik der 1970er, 80er und 90er Jahre aus den verschiedenen Regionen des afrikanischen Kontinents. Ihre DJ-Sets reflektieren ihre langjährige Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Musiktraditionen. Die "Listening Session" startet um 22.30 Uhr im Schumacher Club in Bochum.

Infos: www.interkultur.ruhr

Pressekontakt: idr, Telefon: 0201/2069-281, E-Mail: idr@rvr.ruhr

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