31.07.2020, Metropole Ruhr, Freizeit, Umwelt, Vermischtes

Wildnis vor der Haustür (6): Landschaftspark Mechtenberg/Rheinelbe verbindet Natur, Kunst und Landwirtschaft

Gelsenkirchen (idr). Landwirtschaft und Industriebrache, Natur und Kunst verbindet der Landschaftspark Mechtenberg/Halde Rheinelbe unter dem Motto "Zwei Berge - eine Kulturlandschaft". Geprägt wird die Landschaft im Städtedreieck Gelsenkirchen, Essen und Bochum vom Mechtenberg und von der Halde Rheinelbe.

Der gut 80 Meter hohe Mechtenberg, auf dessen Gipfel eine Bismarcksäule steht, entstand in der Eiszeit und ist eine der wenigen natürlichen Erhebungen in der Metropole Ruhr. Von zwei Aussichtspunkten aus haben Ausflügler einen guten Blick auf den Förderturm der Zeche Bonifatius sowie auf Äcker und Felder bis hin zur Halde Rheinelbe.

Die Halde, die von der Himmelstreppe des Künstlers Herman Prigann gekrönt wird, ist der Gegenpol des Mechtenbergs. Sie ragt aus dem umgebenden Industriewald heraus, der sich wild entwickelt und ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten ist. In den Wald integriert sind zahlreiche weitere Prigann-Skulpturen. In einer ehemaligen Umspannstation ist die Forststation Rheinelbe untergebracht, die u. a. Erlebniswanderungen für Erwachsene und Kinder anbietet.

Wer beide Berge erklommen hat, sollte anschließend am Bauernhof am Mechtenberg vorbeischauen: Im dortigen Hofcafé können Eltern entspannen, während der Nachwuchs sich im Streichelzoo oder mit dem Trettrecker vergnügt.

Zu Beginn der 1990er Jahre begannen der Regionalverband Ruhr (RVR) und die drei Anrainerkommunen damit, den Freiraum im Landschaftspark Mechtenberg/Rheinelbe zu erhalten und zu einem Erholungsraum zu entwickeln. Ziel war es, die ästhetischen Aspekte der Landwirtschaft herauszustellen. Die hügelige Landschaft wird durch zahlreiche Wege zum Wandern oder Radfahren erschlossen, die durch Felder und Biotope führen. Zu jeder Jahreszeit gibt es hier viel zu entdecken: Rapsblüte im April, Obstblüte im Mai, verschiedene Getreide, Wildblumen und Insekten im Sommer.

Der Landschaftspark Mechtenberg ist über die Kray-Wanner-Bahn und den Zollvereinweg bestens an das regionale Radwegenetz radrevier.ruhr angeschlossen. Architektonischer Blickfang ist die 130 Meter lange Mechtenbergbrücke von Frei Otto. Ihre fächerförmigen Eisenträger sind durch Bambusbrücken inspiriert.

Seit neuestem stehen im gesamten Landschaftspark elf sogenannte Lockpfosten. Die Stelen stellen Menschen vor, die aus vielfältigen Gründen den Park besuchen, etwa eine Sportgruppe, eine Radfahrerin und eine Künstlerin. Allen gemeinsam ist die Liebe zur frischen Luft im Grünen.

Weitere Informationen zum Mechtenberg stehen unter www.mechtenberg.rvr.ruhr.

HINWEIS FÜR DIE REDAKTION: Fotos vom Mechtenberg finden Sie im Downloadbereich unter www.presse.rvr.ruhr.

Pressekontakt: RVR, Iris Brockmann, Telefon: 0201/2069-741, mobil: 0172/2180935, E-Mail: brockmann@rvr.ruhr

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