06.08.2013, Nachrichten aus dem RVR, Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter, Witten

RVR-Statistik: Ennepe-Ruhr-Kreis mit negativem Pendlersaldo

Ennepe-Ruhr-Kreis (idr). Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat - wie auch die anderen drei Kreise der Metropole Ruhr - einen negativen Pendlersaldo. Das ergibt sich aus Berechnungen der Statistikexperten des Regionalverbandes Ruhr (RVR).

2011 gab es 74.323 Einpendler im Kreis gegenüber 95.252 Berufstätigen, die auspendeln. Davon pendelten 25.764 Menschen innerhalb der Kreisgrenzen von ihrem Wohnort in eine andere Stadt zum Arbeiten.

48.559 Erwerbstätige fuhren aus einer Kommune von außerhalb in den Ennepe-Ruhr-Kreis zur Arbeit. Die meisten kamen aus Hagen (9.444), Bochum (8.138) und Dortmund (6.420). Umgekehrt überquerten 69.488 Einwohner die Grenzen des Ennepe-Ruhr-Kreises, um in einer Stadt außerhalb zu arbeiten. Die Auspendler haben ihre Arbeitsplätze vor allem in Hagen (11.195), Bochum (10.819) und Wuppertal (9.872).

Die Zahl der Pendler unter den 1,6 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Metropole Ruhr hat sich in den letzten 20 Jahren kontinuierlich erhöht. Lagen 1991 für "nur" knapp 40 Prozent der Berufstätigen im Ruhrgebiet Wohn- und Arbeitsort in unterschiedlichen Städten, so mussten 2012 fast 55 Prozent pendeln.

"Die stetig steigenden Zahlen von Pendlern zeigen, wie wichtig eine gute Verkehrsinfrastruktur für die Menschen in der Metropole Ruhr ist", sagt Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbandes Ruhr. Dazu gehörten gut ausgebaute Autobahnen genauso wie ein leistungsfähiger Nahverkehr mit schnellen Verbindungen, kürzeren Takten und einem einfachen Tarifsystem. "Wie sehr das Thema die Menschen bewegt, zeigt auch der Ideenwettbewerb des Regionalverbandes", so Karola Geiß-Netthöfel, "jede vierte eingereichte Ruhridee bezieht sich auf Verkehr und Mobilität."

Weitere Informationen: www.statistik.metropoleruhr.de

HINWEIS FÜR DIE REDAKTION: Grafiken zu den Pendlersalden der Ruhrgebietsstädte finden Sie auch unter www.presse.metropoleruhr.de.

Pressekontakt: RVR, Petra Lessing, Telefon: 0201/2069-6314, E-Mail: lessing@rvr-online.de

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