01.09.2014, Medizin, Metropole Ruhr, NRW, Wissenschaft und Forschung

Studie: Viele Krankenhäuser halten sich nicht an Mindestmengenvorgaben

Witten (idr). Zahlreiche Krankenhäuser missachten die Mindestmengenvorgaben für bestimmte Operationen. Sie nehmen Eingriffe vor, die nach dem Willen des Gesetzgebers nur noch in dafür spezialisierten Kliniken durchgeführt werden sollen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke.

Die Forscher wertetet für ihre Studie die Qualitätsberichte von fast 2.000 Krankenhäusern der Jahre 2004, 2006, 2008 und 2010 aus. Dabei betrachteten sie sechs mit Mengenvorschriften belegte Eingriffe. Das Ergebnis: Gut die Hälfte aller deutschen Krankenhäuser führen mindestens eine dieser Behandlungen durch. Je nach Eingriffsart dürften aber fünf bis 45 Prozent der Kliniken dies nicht.

Ziel der Mindestmengenvorgabe ist es, dass nur erfahrene Kliniken bestimmte komplizierte Eingriffe vornehmen.

Pressekontakt: Universität Witten/Herdecke, Dr. Werner de Cruppé, Telefon: 02302 / 926-774, E-Mail: werner.decruppe@uni-wh.de

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