20.12.2016, Metropole Ruhr, Politik, Vermischtes

Ruhrgebietsstädte reagieren mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen auf Anschlag in Berlin

Düsseldorf/Metropole Ruhr (idr). Die Stadt Duisburg reagiert mit mobilen Sperren im Stadtzentrum auf den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin. Gestern waren bei einer Amokfahrt mit einem Sattelschlepper in der Hauptstadt mindestens zwölf Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Der Duisburger Weihnachtsmarkt wird ab sofort durch zwei mobile Sperren an den Zufahrtswegen geschützt. Mitarbeiter der Polizei und der Stadt sichern de Sperren zusätzlich. Zudem wird die Zahl der Ordnungskräfte weiter aufgestockt.

Auch in anderen Ruhrgebietsstädten werden die Sicherheitsvorkehrungen auf den beliebten Märkten verstärkt. So haben die Oberbürgermeister der Städte Mülheim und Essen in einer Telefonkonferenz mit dem Polizeipräsidenten für Mülheim und Essen, Frank Richter, weitere Sicherheitsdetails abgestimmt. Auch in diesen beiden Städten wird die Polizeipräsenz erhöht. Herne setzt ebenfalls auf Betonpoller und mehr Sicherheitskräfte.

Die Betroffenheit und Anteilnahme in der Region ist groß. Am vielen Rathäusern und anderen öffentlichen Gebäuden wehen die Fahnen auf Halbmast. U.a. hat Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski seine Trauer um die Opfer Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller übermittelt. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen hält heute (20. Dezember, 18 Uhr) gemeinsam mit Vertretern der Kirche eine öffentliche Andacht in der Innenstadt ab. Auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt gedenkt man ebenfalls heute um 18 Uhr mit einer Schweigeminute der Opfer von Berlin. Zur gleichen Zeit findet auch auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt eine Gedenkveranstaltung statt.

NRW-Innenminister Ralf Jäger teilte mit, dass die NRW-Polizei noch in der Nacht nach dem Berliner Anschlag mehr Sicherheitsmaßnahmen veranlasst hat. Wo erforderlich, kontrollieren Doppelstreifen Weihnachtsmärkte und andere Großveranstaltungen. Die Beamten tragen schusssichere Westen und Maschinenpistolen. In enger Absprache mit den Kommunen und Veranstaltern werde außerdem geprüft, wo ergänzende technische Vorkehrungen verhindern können, dass Fahrzeuge als Waffen gegen Menschenansammlungen missbraucht werden.

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