05.06.2018, Soziales, Metropole Ruhr, NRW, Bildung, Wissenschaft und Forschung

Studie: Herkunft entscheidet über Zugang zu Stipendien

Bochum (idr). Schüler und Studenten aus Nicht-Akademiker-Familien bewerben sich deutlich seltener um ein Stipendium der Begabtenförderungswerke. Weniger als ein Drittel der Bewerber ist dieser Herkunftsgruppe zuzuordnen. Gerade im Ruhrgebiet ist die Stipendienkultur nur schwach ausgeprägt. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts für angewandte Innovationsforschung hervor, die von der Stiftung Mercator gefördert wurde.

90 Prozent der Teilnehmer an Auswahlverfahren für die Begabtenförderung gehen auf Vorschläge aus Schulen und Hochschulen zurück. Gerade an Berufskollegs und Gesamtschulen kämen Lehrer oft gar nicht auf den Gedanken, die eigene Schülerklientel könnte für ein Stipendium geeignet sein. Vielen Lehrern sei zudem nicht bekannt, dass sie Schüler aktiv für ein Stipendium vorschlagen können. Insgesamt gebe es erhebliche ungenutzte Reserven für die Weiterentwicklung der Stipendienförderung in der Metropole Ruhr.

Infos: www.iai-bochum.de

Pressekontakt: Institut für angewandte Innovationsforschung an der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Telefon: 0234/97117-0, E-Mail: info@iai-bochum.de; Stiftung Mercator, Cathrin Sengpiehl, Telefon: 0201/24522-841, E-Mail: cathrin.sengpiehl@stiftung-mercator.de

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