21.08.2019, Metropole Ruhr, NRW, Deutschland, Wissenschaft und Forschung, Umwelt, Verkehr

RWI-Studie: Die meisten Deutschen lehnen starke Einschränkungen für Autoverkehr ab

Essen (idr). Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich die Förderung alternativer Verkehrsformen, lehnt gravierende Einschränkungen des Autoverkehrs jedoch ab. Das ist das Ergebnis einer Studie des Essener RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.

Demnach befürworten rund 69 Prozent der Befragten eine Ausweisung gesonderter Fahrstreifen für Busse und Bahnen. Dem Ausbau von Fahrradwegen auf Kosten von Autoparkplätzen stimmen 50 Prozent zu, 28 Prozent lehnen diesen Vorschlag ab. Der Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität erhält mit 66 Prozent eine hohe Zustimmungsrate.

Drastischere Eingriffe in die Autonutzung werden dagegen kritischer gesehen. Für eine höhere Besteuerung von Dieselautos sprechen sich nur 36 Prozent aus. Ein generelles Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2035 befürworten nur 28 Prozent. Höhere Parkkosten in Innenstädten halten 21 Prozent der Befragten für wünschenswert, 57 Prozent sind dagegen.

An der Befragung nahmen knapp 7.000 Haushalte in ganz Deutschland teil. Gefördert wurde die Studie durch die Stiftung Mercator.

Infos: www.rwi-essen.de

Pressekontakt: RWI, Dr. Mark A. Andor, Telefon: 0201/8149-216, Leonard Goebel, Telefon: -210, E-Mail: leonard.goebel@rwi-essen.de

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