03.07.2019, Bochum, Metropole Ruhr, NRW, Wissenschaft und Forschung, Vermischtes

Bochumer IT-Experten analysieren chinesische Überwachungsapp

Bochum (idr). Wissenschaftler der Ruhr-Uni Bochum sind einer chinesischen Überwachungsapp auf den Grund gegangen. Gemeinsam mit einem Rechercheverbund von NDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) haben die Bochumer Sicherheitsforscher das Programm analysiert, das Einreisende beim Grenzübertritt aus Kirgistan nach China auf ihrem Handy installieren lassen müssen. Ihr Ergebnis: Das Programm durchforstet die Geräte nach etwa 73.000 bestimmten Dateien. Außerdem erstellt es für den Grenzbeamten einen Bericht, der unter anderem die letzten Telefonaktivitäten, Kontakte, SMS-Nachrichten und genutzten Social-Media-Accounts enthält.

Ein Leser der SZ hatte die Zeitung auf das Verfahren aufmerksam gemacht, bei dem Einreisende ihr entsperrtes Handy an einen Grenzbeamten zur Installation der App übergeben müssen. Daraufhin nahmen die Medienhäuser die Recherche auf und zogen die Bochumer Experten hinzu. Die Ergebnisse wurden unter dwuid.com/content/analyzing-mobilehunter veröffentlicht.

Pressekontakt: Ruhr-Universität Bochum, Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit, Prof. Dr. Thorsten Holz, Telefon: 0234/32-25199, E-Mail: thorsten.holz@rub.de

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