24.06.2019, Medizin, Metropole Ruhr

Sauerstoff und langsame Erwärmung verbessern Organtransplantate

Essen (idr). Mediziner der Universität Duisburg-Essen und des Universitätsklinikums Essen haben mehrere Faktoren untersucht, um die Qualität nicht-optimaler Lebertransplantate zu verbessern. Dies ist notwendig, weil viele Organe durch Vorerkrankungen und altersbedingte Schädigungen der Spender beeinträchtigt sind.

Gespendete Organe werden zunächst gekühlt. Bei der Implantation wird durch den Wiederanschluss an die Blutversorgung abrupt Wärme zugeführt, was Organschäden zur Folge hat. Um dies abzumildern, empfehlen die Essener Wissenschaftler ein Verfahren, bei dem das Transplantat an eine Maschine angeschlossen und mit nährstoffhaltiger Lösung und Sauerstoff durchspült wird. Zudem sollte das Organ dabei langsam erwärmt werden. Wird das Organ zudem für mehr als zwei Stunden mit reinem Sauerstoff durchgast, werden die Energiespeicher wieder aufgefüllt und die Zellen können ihre Arbeit schneller wieder aufnehmen.

Pressekontakt: Universitätsklinikum Essen, Prof. Dr. Thomas Minor, Telefon: 0201/723-2007, E-Mail: thomas.minor@uk-essen.de

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