05.03.2019, Metropole Ruhr, NRW, Wissenschaft und Forschung, Politik

Bochumer Kriminologen untersuchen Entwicklung rechtsextremer Gewalt

Bochum (idr). Kriminologen der Ruhr-Universität Bochum haben eine Nachwuchsforschergruppe gegründet, die "Rechtsextreme Gewaltdelinquenz und Praxis der Strafverfolgung" untersucht. Die Forscher gehen der Frage nach, wie und warum sich der Bereich rechter Gewalt wandelt.

Außerdem soll analysiert werden, wie die Praxis der Strafverfolgungsbehörden bei rechtsextrem motivierten Straftaten aussieht. Hintergrund ist eine Langzeitrecherche von Tagesspiegel und Zeit Online, wonach in den zurückliegenden Jahrzehnten in Deutschland mehr als hundert Menschen durch rechtsextrem oder rassistisch motivierte Straftaten ums Leben gekommen sind. In den polizeilichen Statistiken ist jedoch nur ein Teil dieser Fälle als politisch motiviert eingestuft worden.

Das Projekt wird mit 180.000 Euro von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert.

Pressekontakt: Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Tobias Singelnstein, Telefon: 0234/32-25245, E-Mail: Tobias.Singelnstein@rub.de

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