01.03.2019, Hattingen, Metropole Ruhr, Politik, Wirtschaft

Hattingen und Ruhrverband planen Übertragung des Kanalnetzes

Hattingen (idr). Die Stadt Hattingen will dem Ruhrverband die Abwasserableitung übertragen. Die Stadt hat ein Konzept erarbeiten und prüfen lassen, das vorsieht, die Pflichten der Ableitung des gebrauchten Wassers in die Kläranlagen an den Verband abzutreten. 110 Millionen Euro will der Ruhrverband dafür zahlen. Im April wird der Rat der Stadt darüber entscheiden.

Hattingen sieht in dem Verkauf eine Chance, den Großteil der Kassenkredite abzulösen und sich des Zinsrisikos zu entledigen. Zusätzlich könne Hattingen von einer Besonderheiten der kommunalen Buchungssystematik profitieren und in den nächsten 20 Jahren etwa 25 Millionen Euro als Haushaltsverbesserung verbuchen, so die Stadt.

Der Ruhrverband baut mit der Übernahme sein Kerngeschäft der Siedlungswasserwirtschaft weiter aus. So könne Siedlungsentwässerung und Abwasserreinigung aus einer Hand angeboten werden. Finanzielle Vorteile hat der Ruhrverband als Körperschaft des öffentlichen Rechts durch die Kanalnetzübertragung nicht.

Infos unter www.hattingen.de

Pressekontakt: Stadt Hattingen, Stabsstelle Presse, Thomas Griesohn-Pflieger, Telefon: 02324/2043020, E-Mail: presse@hattingen.de

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