25.03.2019, Soziales, Metropole Ruhr, NRW, Deutschland

Kinder- und Jugendhilfereport: Ausgaben haben sich in zehn Jahren auf 45 Milliarden Euro verdoppelt

Dortmund (idr). Die Ausgaben von Bund, Ländern und Kommunen für die Kinder- und Jugendhilfe haben sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt - auf rund 45 Milliarden Euro im Jahr 2016. Das geht aus dem Kinder- und Jugendhilfereport 2018 hervor, den der Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund veröffentlicht hat.

Laut Report wurden 2016 fast 29 Milliarden Euro in die Kindertagesbetreuung investiert, 2006 waren es etwa zwölf Milliarden Euro. Innerhalb eines Jahrzehnts wurden bundesweit eine halbe Million zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen. Inzwischen besucht mehr als jedes dritte unter dreijährige Kind eine Kita oder Kindertagespflege.

Die Ausgaben für Hilfen zur Erziehung wie etwa Erziehungsberatungen und die Unterbringung von Heranwachsenden in Heimen, Pflegefamilien oder Wohngruppen sind innerhalb von zehn Jahren von fast sechs Milliarden auf zehn Milliarden Euro gestiegen. Gründe dafür sind die zwischenzeitlich stark gestiegene Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen sowie ein verbesserter Kinderschutz in den Jugendämtern. Die Jugendämter haben mehr Personal: Standen 2006 durchschnittlich 32 Vollzeitstellen zur Verfügung, waren es zehn Jahre später 54.

Infos: www.akjstat.tu-dortmund.de/kjh-report

Pressekontakt: Forschungsverbund DJI/TU Dortmund, Dr. Jens Pothmann, Telefon: 0231/755-5557, E-Mail: jens.pothmann@tu-dortmund.de; Deutsches Jugendinstitut, Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Telefon: 089/62306-280, E-Mail: rauschenbach@dji.de

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