15.04.2020, Medizin, Metropole Ruhr, NRW, Wissenschaft und Forschung

Bochumer Forscher entwickeln Modelle für die Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen

Bochum (idr). Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben zwei Modelle zum Fortgang der Corona-Pandemie sowie zur Sterberate erstellt. Eine Simulation von Ingenieuren der Hochschule geht von einer Entspannung der Lage im Mai in Deutschland aus. Die Forscher verwenden dafür ein mathematisches Modell, das aus der Epidemiologie stammt, aber große Ähnlichkeit zu Modellen aus den Ingenieurwissenschaften hat.

Die Parameter werden über einen Algorithmus so bestimmt, dass sie mit den bisher erhobenen Fallzahlen der Johns-Hopkins-Universität möglichst gut übereinstimmen. Laut Modell sinken die täglichen Neuinfektionen im Mai unter 100. Dann könnten Maßnahmen wie Kontaktsperren gelockert werden.

Ein Physiker der Ruhr-Universität Bochum hat gemeinsam mit Kollegen der Eidgenössisch Technischen Hochschule Zürich ein Modell basierend auf der Gauß-Verteilung vorgeschlagen, das die zeitliche Entwicklung der Infektionszahlen und Sterberaten prognostiziert. Die Annahme beruht auf Daten zur zeitlichen Entwicklung, die bei früheren Epidemien mit anderen Erregern beobachtet wurden. In das Modell gehen Daten aus 25 Ländern ein. Die mit dem Modell prognostizierten Sterberaten aktualisieren die Forscher täglich auf www.complexfluids.ethz.ch/corona.

Pressekontakt: Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Klaus Hackl, Telefon: 0234/32-26025, E-Mail: klaus.hackl@rub.de, Prof. Dr. Reinhard Schlickeiser, E-Mail: rsch@tp4.ruhr-uni-bochum.de

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