21.04.2020, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung, Umwelt

Forscher setzten auf Bakterien gegen Methanemissionen beim Reisanbau

Essen (idr). Für fünf Prozent des weltweiten Methanausstoßes ist der Reisanbau verantwortlich. Wissenschaftler der Universitäten Aarhus (Dänemark) und Duisburg-Essen haben möglicherweise eine Lösung zur Reduktion gefunden: Sie haben dem Boden sogenannte Kabelbakterien hinzugefügt. Damit konnten die Methanemissionen um mehr als 90 Prozent gesenkt werden.

Kabelbakterien gedeihen auf Meeresböden, in Seen, Bächen und im Grundwasser. Sie bilden aus tausenden von Zellen zentimeterlange Ketten, an denen entlang sie Elektronen transportieren. Sie recyceln die Schwefelverbindungen des Bodens und halten dort eine große Menge Sulfat zurück. Dies hat zur Folge, dass die Methan produzierenden Mikroben ihre Aktivität reduzieren.

Nach den Laborversuchen muss nun in Feldstudien erforscht werden, ob Kabelbakterien in Reisfeldern gedeihen können.

Infos: www.uni-due.de

Pressekontakt: Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Rainer Meckenstock, E-Mail: rainer.meckenstock@uni-due.de

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