29.01.2020, Medizin, Metropole Ruhr, NRW, Wissenschaft und Forschung

Weiterentwicklung von Bochumer Alzheimer-Bluttest wird gefördert

Bochumer (idr). Die Alzheimer-Krankheit durch einen Bluttest frühzeitig und sicher nachweisen: Daran arbeiten Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum. Gemeinsam mit Kollegen vom University Medical Center Amsterdam wollen sie den bereits entwickelten Immuno-InfrarotSensor zur Erkennung von alzheimertypischen Biomarker-Proteinen im Blut mit einem weiteren Testverfahren kombinieren, um die Aussagekraft des Bluttests noch weiter zu erhöhen. Gefördert wird das zweijährige Forschungsprojekt mit je 50.000 Euro von der Alzheimer-Forschung-Initiative und der Organisation Alzheimer Nederland.

Mit dem Bluttest werden die für Alzheimer charakteristische Fehlfaltungen des Amyloid-Beta-Proteins gemessen. Durch die sogenannte Simoa-Technologie kann in Amsterdam das Verhältnis verschiedener Amyloid-Beta-Varianten zueinander bestimmt werden. Die Kombination der beiden Bluttests zu einem Panel mit weiteren Risikofaktoren soll die Genauigkeit erhöhen.

Eine frühzeitige Diagnose von Alzheimer ist wichtig für die Behandlung der Krankheit. Derzeit kommt die Diagnose zu spät, sodass therapeutische Maßnahmen nicht mehr greifen.

Pressekontakt: Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Klaus Gerwert, Telefon: 0234/32-24461, E-Mail: gerwert@bph.rub.de

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