23.07.2020, Metropole Ruhr, NRW, Politik

EU-Ruhr-Dialog: Metropole Ruhr positioniert sich mit klaren Forderungen und modellhaften Projekten zur neuen Förderperiode

Essen (idr). Mit der Einigung auf den nächsten Haushalt der EU ist der Rahmen für die Ausgestaltung der europäischen Förderprogramme 2021 bis 2027 gesetzt. Bereits im Vorfeld der Entscheidung haben die kommunalen Spitzenvertreter des Ruhrgebiets in Gesprächen mit der EU-Kommission für Zukunftsinvestitionen in die Region geworben. Im Mittelpunkt dreier Videokonferenzen standen dabei Themen wie die Aufbereitung von Industrie- und Brachflächen, die Etablierung der Region als Zentrum für grünen Wasserstoff, die Internationale Gartenausstellung (IGA Metropole Ruhr 2027) sowie Maßnahmen zur Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen und Zugewanderten. "Unser nächster Schritt ist es, zu analysieren, welche finanziellen Auswirkungen die EU-Beschlüsse auf die Metropole Ruhr haben", so Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR).

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die bewährten EU-Ruhr-Dialoge im Frühjahr nicht persönlich in Brüssel geführt werden. Karola Geiß-Netthöfel betont aber, dass der Austausch zwischen den Oberbürgermeistern und Landräten als Kommunalrat, den Vertretern der EU-Kommission und dem RVR weiter intensiviert werden soll. Daher hat der RVR unter den derzeitigen Rahmenbedingungen ein alternatives Gesprächsformat entwickelt: eine themen- und schwerpunktorientierte Reihe von Videokonferenzen. Die ersten drei Konferenzen haben bereits stattgefunden.

In einem Positionspapier zur EU-Strukturförderung 2021-2027 haben der RVR und die Städte und Kreise der Region gemeinsam eine aktuelle und gebündelte Darstellung der spezifischen Anforderungen an die neue EU-Förderperiode formuliert.

"Mit der Gestaltung einer grünen, nachhaltigen, wirtschaftlich erfolgreichen und lebenswerten Region trägt die Metropole Ruhr konkret zu den europäischen Zielsetzungen bei", sagt die RVR-Regionaldirektorin. "Ich freue mich daher, dass Kommissionsvizepräsidentin Dubravka Šuica signalisiert hat, an einer der ersten Sitzungen des neuen Ruhrparlaments persönlich teilnehmen zu wollen." In der Verantwortung der Kommissionsvizepräsidentin liegt auch die Konferenz zur Zukunft Europas, in die die Erfahrungen der Metropole Ruhr miteinfließen sollen.

Der Regionalverband Ruhr bündelt die Interessen der Kommunen, richtet deren Positionen und Forderungen gemeinsam mit den Oberbürgermeistern und Landräten als Kommunalrat an die EU-Kommission und macht die Metropole Ruhr als europäische Modellregion in Brüssel sichtbar.

Pressekontakt: RVR, Pressestelle, Barbara Klask, Telefon: 0201/2069-201, E-Mail: klask@rvr.ruhr

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