08.07.2020, Dortmund, Metropole Ruhr, Wissenschaft und Forschung

Neues Ganglabor an der TU Dortmund macht Hirnleistung beim Gehen sichtbar

Dortmund (idr). Die Arbeitsforschung am Leibniz-Institut der TU Dortmund (IfADo) geht buchstäblich neue Wege: In einem neuen Ganglabor untersuchen die Forscherinnen und Forscher, was das Gehirn bei den Bewegungsabläufen des Gehens leistet. In einer virtuellen Umgebung lassen sich hier Gangbewegungen des ganzen Körpers dreidimensional erfassen. Per EEG wird außerdem die Leistung des Gehirns analysiert. Die Kosten für das Gait Real-Time Analysis Interactive Lab (kurz GRAIL) liegen bei rund einer halben Million Euro.

Interessant sind die Untersuchungen für die Arbeitsforschung, weil Menschen beim Gehen heute häufig mit digitalen Geräten interagieren. Dafür werden ebenfalls kognitive Ressourcen benötigt. So könnte die Gefahr für Unfälle oder Arbeitsfehler steigen. Aktuell wird hier zusammen mit den Dortmunder Fraunhofer-Instituten IML und ISST untersucht, wie stark digitale Assistenzsysteme das Gangverhalten beeinflussen.

Insgesamt gibt es in Deutschland nun drei solcher GRAIL-Labore: in Dortmund, Rostock und Chemnitz.

Infos unter www.ifado.de

Pressekontakt: IfADo, Prof. Dr. Gerhard Rinkenauer, Telefon: 0231/1084-374, E-Mail: rinkenauer@ifado.de

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