05.06.2020, Wetter, Metropole Ruhr, NRW, Verkehr

Pilotprojekt Brückenwächter in Wetter gestartet

Wetter (idr). Der erste "Brückenwächter" Deutschlands steht an einer Bundesstraße in Wetter an der Ruhr. In dem Pilotprojekt testet der Landesbetrieb Straßen.NRW das neuartige System, das zu schwere Fahrzeuge vor dem Befahren einer geschädigten Brücke erkennen soll. Heute hat NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst das System freigeschaltet.

Kernstück des Brückenwächters sind eine Videokamera und digitale Anzeigetafeln. Die Kamera identifiziert mit Hilfe eines Laserscans Fahrzeugtyp und Fahrzeugklasse. Damit ist auch das zugelassene Gesamtgewicht bekannt. Ist das Fahrzeug zu schwer für die Brücke, fährt aber dennoch weiter, wird dem Fahrer auf einer LED-Tafel das Kennzeichen seines Lkw angezeigt. Unter der Nummer steht die Aufforderung, auf die Umleitungsstrecke abzubiegen. Passiert der Lkw die Brücke trotz der direkten Umleitungsaufforderung, wird ein Blitzer ausgelöst und ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Die Brücke, die die B234 in Wetter über die Ruhr führt, ist für Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen gesperrt.

Anders als die fest installierten Waagen mit Schrankensystemen an der Leverkusener und der Duisburger Rheinbrücke sei der Brückenwächter ohne großen technischen und baulichen Aufwand zu realisieren, so Straßen.NRW.

Begleitet wird das Pilotprojekt vom Institut für Straßenwesen der RWTH Aachen und der Firma Neurosoft GmbH.

Infos unter www.strassen.nrw.de

Pressekontakt: Straßen.NRW, Andreas Berg, Telefon: 02331/8002-220; Susanne Schlenga, Telefon: 0209/3808-333, E-Mail: kommunikation@strassen.nrw.de

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