10.03.2020, idr-Tipps, Metropole Ruhr, Freizeit, Kulturelles

idr-Tipps

Metropole Ruhr (idr). In einer Inszenierung von Robert Carsen kommt Giuseppe Verdis "Don Carlo" als fünfte Premiere der Spielzeit auf die Bühne des Aalto-Musiktheaters. Die Essener Premiere des Kooperationsprojektes mit der Opéra national du Rhin Strasbourg findet am 14. März, 19 Uhr, statt. Gezeigt wird die erstmals 1884 präsentierte Mailänder Fassung, die sich in besonderer Weise auf die Psychologie der Figuren konzentriert: Während Europa durch Kriege auf eine harte Probe gestellt wird, ist die Vater-Sohn-Beziehung zwischen König Filippo von Spanien und seinem Sohn, Infant Don Carlo, durch die Liebe zur selben Frau getrübt. Sie geraten in die Wirren zwischen Liebe und Politik.

Infos: www.aalto-musiktheater.de

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Nach "Take a Walk on the Wild Side" bringt das Theater Hagen jetzt die nächste Rock-Punk-Pop-Theater-Party auf die Bühne. Am 14. März, 19.30 Uhr, feiert das Stück "Wenn die Nacht am tiefsten (... ist der Tag am nächsten)" im Großen Haus Premiere. Der Abend ist eine Hommage an die musikalische Welle der späten 70er und 80er Jahren, als Rock und Punk plötzlich auch auf Deutsch gesungen werden konnten. Zu hören sind u.a. Songs von Ton Steine Scherben, Grobschnitt, Fehlfarben, Einstürzende Neubauten, BAP, Nina Hagen, Extrabereit, Die Toten Hosen und Rio Reiser.

Infos: www.theater-hagen.de

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Erich Maria Remarque begann seinen Roman "Der Funke Leben" bereits 1945 auf Basis von Interviews mit ehemaligen KZ-Häftlingen. Erzählt wird die Geschichte von Insassen und Wärtern wenige Monate vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Im sogenannten "Kleinen Lager" – einem Teil des Konzentrationslagers – sind arbeitsunfähige Häftlinge den Schikanen der Aufseher ausgesetzt. Die Insassen hoffen auf eine Befreiung und beginnen, zunächst passiven, später auch aktiven Widerstand zu leisten. Regisseur Lars-Ole Walburg inszeniert die Bühnenfassung des Romans am Theater Oberhausen. Premiere ist am 13. März, 19.30 Uhr.

Infos: www.theater-oberhausen.de

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Daniel-François-Esprit Aubers Oper "Die Stumme von Portici" zeigt die Liebe von ihrer grausamen Seite: Alphonse, Sohn des Vizekönigs von Neapel, hat ein Verhältnis mit der stummen Fischerstochter Fenella begonnen. Das widerstrebt seinem Vater, der das Mädchen heimlich einkerkern lässt. Fenellas Bruder will das Verbrechen rächen, indem er zum Volksaufstand aufruft. Aus dem privaten Konflikt wird so ein politischer, aber die Revolte gerät außer Kontrolle und die tobende Menge stürmt den Palast. Die Inszenierung feiert am 13. März, 19.30 Uhr, Premiere an der Oper Dortmund.

Infos: www.theaterdo.de

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Aus dem Urban Dance kommend, lässt Anne Nguyen stilistische Grenzen fließend werden. Ballett trifft auf Breakdance, zeitgenössischer Tanz auf Elemente der Ballroom-Kultur. Die neue Arbeit der französisch-vietnamesischen Choreografin "À mon bel amour" feiert am 13. März, 20 Uhr, bei Pact Zollverein in Essen Deutschlandpremiere (Folgevorstellung am 14. März, 20 Uhr). Das Stück fordert gewohnte Wahrnehmungsmuster heraus und hinterfragt, auf welche Weise Menschen Rückschlüsse über andere ziehen.

Infos: www.pact-zollverein.de

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Malerei als Suche nach Freiheit, als Gegenpol zu Ideologie: Diese zentralen Ideen sind Ausgangspunkt der Werke von Erwin Bechtold. Der Künstler, der zu den wichtigsten Vertretern der abstrakten Nachkriegskunst in Deutschland und Spanien, feiert in diesem Jahr seinen 95. Geburtstag. Das MKM Museum Küppersmühle in Duisburg würdigt den Künstler vom 11. März bis 24. Mai mit einer umfassenden Retrospektive, die Gemälde und Papierarbeiten aus sieben Jahrzehnten zeigt. Bechtolds Arbeiten bewegen sich zwischen spontaner Gestik und geometrischer Strenge, zwischen Emotion und Rationalität.

Infos: www.museum-kueppersmuehle.de

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Mit der Geschichte von Auschwitz setzt sich die Ausstellung "Stephan Kaluza - Unruhig wandern" auseinander, die das Osthaus Museum Hagen vom 15. März bis 3. Mai präsentiert. Gezeigt werden Gemälde, die die idyllischen Landschaft um Auschwitz zeigen. Die Werke basieren auf einer "doppelten" Wahrnehmung: Das Wissen über das Grauen von Auschwitz steht im Kontrast zur Schönheit der Natur.

Infos: www.osthausmuseum.de

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"Der kuratierte Kleiderschrank. Zwischen Modelust und Modefrust" ist die neue Ausstellung auf der UZwei im Dortmunder U getitelt. Die Schau, die vom 13. März bis 28. Juni läuft, bietet Informationen zu Mode, bietet Besuchern aber auch Gelegenheit, sich zu stylen und zu inszenieren. Eröffnet wird die Ausstellung am 12. März, 18 Uhr mit einer Kleidertausch-Party: Jeder Gast kann einige gut erhaltene Kleidungstücke mitbringen und sie vor Ort gegen neue eintauschen.

Infos: www.aufderuzwei.de

Pressekontakt: idr, Telefon: 0201/2069-282, E-Mail: idr@rvr.ruhr

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