29.05.2020, Medizin, Bochum, Metropole Ruhr, NRW, Wissenschaft und Forschung

Bochumer Wissenschaftler analysieren Covid-2-Infektionen mithilfe gezüchteter Lungen

Bochum (idr). Forscher der Ruhr-Uni Bochum züchten kleine Lungen, um Sars-Cov-2-Infektionen unter möglichst realen Bedingungen untersuchen zu können. An den sogenannten, aus Stammzellen gezüchteten Organoiden, können auch verschiedene Wirkstoffe getestet werden. Der Vorteil: Sie leiten sich von menschlichen Zellen ab, lassen sich in großen Mengen herstellen und haben alle denselben genetischen Hintergrund, so dass Unterschiede aufgrund verschiedener Spender wegfallen.

Die Bochumer Wissenschaftler untersuchen so die Vermehrung der Viren, die Entstehung der Erkrankung Covid-19, die Entzündungsmechanismen und die Ausschüttung von Immunbotenstoffen im Lungengewebe. Außerdem testen sie, wie die Infektionsraten sich unter Anwendung antiviraler Substanzen wie Remdesivir, Camostat und Chloroquine verhalten.

Das Projekt "Analyse von Sars-Cov-2 infizierten humanen Lungen-Organoiden", kurz Organsars, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ab 1. Juni 2020 für anderthalb Jahre gefördert.

Pressekontakt: Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Biologie und Biotechnologie, Privatdozent Dr. Thorsten Müller, Telefon: 0234/32-24404, E-Mail: thorsten.t.mueller@rub.de; Medizinische Fakultät, Prof. Dr. Stephanie Pfänder, Telefon: -29278, E-Mail: stephanie.pfaender@rub.de

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