01.09.2020, Metropole Ruhr, NRW, Wissenschaft und Forschung, Umwelt, Wirtschaft

Bundesweite FOM-Umfrage: Für die Umwelt schränken sich nur wenige ein

Essen (idr). Der Großteil der Menschen in Deutschland hält zwar viele Maßnahmen zur Umweltschonung für wirksam, setzt sie im eigenen Alltag aber nicht in die Tat um. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Befragung der FOM Hochschule in Essen. 18.000 Teilnehmer äußerten ihre Einstellung rund um die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Mikroplastik, Meeresverschmutzung und Fleischverzehr.

Aktuell nicht einmal jeder Zweite fährt verstärkt mit dem Rad oder geht zu Fuß, obwohl 84 Prozent der Befragten überzeugt sind, dass dies dem Umweltschutz zugutekommt. Eine ähnliche Diskrepanz zeigt sich beim öffentlichen Nahverkehr: Er wird von 77 Prozent als wichtig für mehr Klimafreundlichkeit eingeschätzt, doch nur 36 Prozent nutzen den ÖPNV regelmäßig.

Auch beim Thema Konsum sind die Menschen eher zurückhaltend in puncto Umweltschutz: Obwohl neun von zehn Befragten den Erwerb von Kleidung aus fairer und nachhaltiger Herstellung als wirksam oder teilweise wirksam einschätzen, kaufen nur 22 Prozent regelmäßig nachhaltig produzierte Waren. Immerhin setzen 56 Prozent der Konsumenten regelmäßig auf den Kauf langlebiger Produkte.

Die FOM-Umfrage ergab zudem, dass sich rund zwölf Prozent der Bevölkerung vegetarisch und drei Prozent vegan ernähren. Dennoch liegt der großen Mehrheit das Wohl von Tieren am Herzen. 90 Prozent der Befragten sind bereit, mehr für nachhaltige Ernährung zu bezahlen.

Infos: www.fom.de/sommerumfrage2020-biooekonomie

Pressekontakt: FOM, Annette Preier, Telefon: 0201/81004-585, E-Mail: annette.preier@fom.de

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